England

Gündogan setzt ein Ausrufezeichen

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Für die Nationalmannschaft berichtet fussball.news-Reporter Christopher Michel

Der Endspurt im Kampf um einen Platz im Kader für die Weltmeister in Russland geht in den Endspurt. Ilkay Gündogan hat bei Manchester City im Achtelfinale-Hinspiel der Champions League gegen den FC Basel ein Ausrufezeichen gesetzt und sich für höhere Aufgaben angeboten.

Ecke für City: Kevin de Bruyne zirkelt den Ball mit viel Effet in den Strafraum und Gündogan köpfte unhaltbar zur Führung gegen Basel ein. Im zweiten Durchgang legte der 27-Jährige nach, ein Zuspiel von Sergio Aguero nahm er rund 20 Meter zentral vor dem Tor positioniert an, wackelte seinen Gegenspieler aus und traf mit sehenswertem Schuss zum 4:0-Endstand in den Winkel. Es waren seine ersten beiden Treffer in der Königsklasse nach 14 Monaten, letztmals traf er – ebenfalls per Doppelpack – im November 2016 gegen den FC Barcelona (3:1).

„Perfektes Ergebnis“ gegen Basel

„Das Ergebnis gegen Basel ist natürlich perfekt. Mit 4:0 ins Achtelfinale zu starten, ist eine Ansage von uns“, lobte Gündogan die starke Teamleistung der Citizens in der Schweiz gegenüber Sky. 74 Prozent Ballbesitz, 55 Prozent der Zweikämpfe gewonnen, zwölf Torschüsse abgegeben, zudem kamen 90 Prozent der 868 Pässe an. Basel war von Beginn an unterlegen und prallte gegen die Übermacht der „Sky Blues“ förmlich ab. „Das Ergebnis gibt uns jetzt natürlich alle Möglichkeiten“, gab der Mittelfeldspieler zu.

Viele Verletzungen in den vergangenen Jahren

Er war dabei ein unter den Augen von Bundestrainer Joachim Löw im Sankt-Jakob-Park ein entscheidender Faktor. Gündogan hat nach schweren Verletzungen einige Zeit gebraucht, um in der Premier League anzukommen. Im Sommer 2016 holte ihn Trainer Pep Guardiola, obwohl er noch an einer in seiner Zeit bei Borussia Dortmund erlittenen Luxation im Knie ausgefallen war. Noch schlimmer erwischte es ihn im Winter 2017. Ein Kreuzbandriss zwang ihn zu einer 252 Tage langen Pause. Die Leidenszeit ist endgültig vorbei, in dieser Spielzeit kann er mitwirken und sich für die Weltmeisterschaft in Russland anbieten.

Guardiola von Gündogan angetan

Guardiola lobte seinen Spielgestalter: „Er ist ein Spieler mit außerordentlichen Qualitäten. Wir haben ihn in der letzten Saison sehr vermisst.“ Der Spanier freute sich über die starken Leistungen Gündogans, er sei sei „eine Führungspersönlichkeit. Er hat viel Qualität und spielte fantastisch.“ Sollte er so weitermachen, wird Löw an ihm nicht vorbeikommen. Trotz starker Konkurrenz im Mittelfeld, bringt der gebürtige Gelsenkirchener besondere Qualitäten mit, seine technischen, taktischen und strategischen Fähigkeiten können das Niveau der Mannschaft anheben und vor allem in den drohenden engen Partien gegen die Topfavoriten Frankreich, Spanien oder Brasilien den Unterschied ausmachen.

Kann er in den Testspielen der Nationalmannschaft Akzente setzen?

Gündogan hat sich inzwischen bei City einen Stammplatz erkämpft, zuletzt durfte er auch in der Liga zweimal 90 Minuten durchspielen. Mit Toren und Vorlagen kann er weitere Eigenwerbung betreiben, zudem stehen die Testspiele gegen Spanien (23. März in Düsseldorf) und Brasilien (27. März in Berlin) auf dem Programm. Genug Möglichkeiten also, auf den WM-Zug zu springen.

Über Christopher Michel

Christopher Michel arbeitet hauptberuflich als Journalist und ist unter anderem für die Sportabteilung des Hessischen Rundfunks tätig. Für fussball.news ist er insbesondere als Reporter vor Ort für Eintracht Frankfurt, Mainz 05 und die deutsche Nationalmannschaft zuständig. Er ist Autor eines Buches über Eintracht Frankfurt ("Launische Diva", riva-Verlag), das im März 2018 veröffentlicht wird.

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