2. Bundesliga

Hannover 96 – der neue Zweitliga-Standard

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Hannover – Wieder zu Null, wieder ein Tor nach einer Standardsituation: Hannover 96 gewinnt auch das dritte Spiel in Folge ohne Gegentor und verbringt die Länderspielpause auf einem der ersten drei Plätze. Auch wenn viel Geduld gegen wacker kämpfende Gäste vom FC St. Pauli nötig war, siegt der Bundesliga-Absteiger letztlich erneut ungefährdet mit 2:0.

Aus der HDI-Arena berichtet fussball.news-Reporter Tobias Krause

Karaman glücklich

Wie schon gegen den TSV 1860 München am Sonntag sorgte ein Kopfballtreffer Kenan Karamans für den „Dosenöffner“ im Spiel. Bereits zum dritten Mal traf der Offensivspieler mit dem Kopf. „Ja, mit dem Kopf läuft es derzeit“, freute sich der Torschütze nach dem Spiel bei den wartenden Journalisten, darunter auch Tobias Krause von fussball.news, über seinen Treffer. Bescheiden schob er nach: „Es ist aber nicht wichtig, wer die Tore macht. Es geht darum die Spiele zu gewinnen.“ Die neue Balance gibt der Mannschaft Sicherheit. „Ich glaube, dass wir jetzt in der Liga angekommen sind. Wir stehen hinten sehr stabil und haben vorne immer wieder unsere Chancen. Das zahlt sich dann auch aus“, zeigte sich der 22-Jährige zufrieden.

Lienen bedient 

Ganz im Gegenteil zum Gästetrainer. Vor allem die Entstehung des ersten Tores regte Ewald Lienen auf: „Wir haben kaum Torchancen zugelassen. Dass wir trotzdem das Tor kriegen ist schade und völlig unnötig. Dieses Tor erzielen Sie jetzt zum wiederholten Male. Das haben wir analysiert, das haben wir gesehen. Wir haben es gewusst. Da muss man sich einfach cleverer anstellen.“ In der Tat führte die Variante von Miiko Albornoz den Ball von links diagonal zum zweiten Pfosten zu schlagen, wo Stefan Strandberg in die Mitte verlängerte und eine weiterer Spieler, in diesem Fall Kenan Karaman, das Tor erzielen konnte, bereits mehrfach zum Erfolg.

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Stendel zufrieden

Lienen’s Gegenüber, Daniel Stendel, zeigte sich hingegen zufrieden mit der hohen Qualität nach Standards. „Sie gehören zum Spiel dazu. Deshalb müssen wir uns auch nicht entschuldigen“, stellte der 96-Coach nach dem Spiel klar. Mit dem bereits neunten Tor nach einem ruhenden Ball etablierte Hannover einen neuen Standard im Fußball-Unterhaus. Kein anderes Team ist so gefährlich nach Ecken und Freistößen. „Wir wissen, dass in der Liga Standards sehr wichtig sind. Wir trainieren die oft. Wir haben gute Kopfballspieler in der Mannschaft. das zahlt sich derzeit aus“, erklärte Karaman die Gründe für den häufigen Erfolg.

Topspiel vor der Brust

Nicht alle freuen sich über die nun folgende Länderspielpause. „Eigentlich schade, dass es nicht direkt weitergeht“, äußerte sich Felix Klaus nach dem Spiel. So könne womöglich der Schwung der letzten drei Spiele nicht mitgenommen werden. Dieser wird aber nötig sein. Am 1. Oktober tritt die Stendel-Elf bei Union Berlin an. Die Köpenicker sind dem Bundesliga-Absteiger als Tabellenvierter auf den Fersen und könnten mit einem Sieg nach Punkten aufschließen.

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