Bundesliga

Hannovers Sportdirektor sieht Fehler in der Nachwuchsarbeit

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München – Die Nachwuchsabteilung von Hannover 96 hat zuletzt negative Schlagzeilen gemacht, als drei Jugendspieler wegen versuchtem Raubüberfall festgenommen wurden. Sportdirektor Martin Bader räumt nun Fehler des Vereins ein. Die ganze Nachwuchsarbeit beim Bundesligisten müsse verbessert werden.

Vorkommnisse sollen sich nicht wiederholen

„Der Anspruch muss sein, dass solche Vorkommnisse, die jetzt öffentlich wurden, nicht mehr passieren“, sagte Bader der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung. Gemeint ist damit der geplante Raubüberfall von drei Jugendspielern auf eine Spielhalle. Er macht auch seinen Klub mitverantwortlich „Denn da haben wir etwas falsch gemacht. Weil wir nicht mitbekommen haben, dass es da in der täglichen Arbeit mit den jungen Spielern Defizite gab“, sagte der 48-Jährige.

Intensivere Betreung außerhalb des Platzes

„Wir werden sie aber nicht komplett fallen lassen“, sagte Bader. Der Vorfall habe den Verantwortlichen gezeigt, dass „wir uns noch intensiver um die Betreuung außerhalb des Trainingsplatzes kümmern müssen“, ergänzte der Manager. Dem Nachwuchsleistungszentrum der 96er stellt Bader ein schlechtes Zeugnis aus. „Bei uns ist in den letzten Jahren kein Bewusstsein dafür entwickelt worden, wie wichtig Nachwuchsarbeit ist“, sagte er. „Es wurde zwar immer gesagt, dass sie wichtig ist, man hat das aber nicht zu Ende gedacht“, ergänzte Bader. 96 baut derzeit auf dem Gelände des Eilenriedestadions ein neues Nachwuchsleistungszentrum. Es soll 2017 fertig sein, die Kosten werden mit 18 Millionen Euro veranschlagt. Damit soll auch die Betreuung der jungen Spieler besser werden.

Über Carsten Ruge

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