Bundesliga

Heidel gibt Goretzka nicht auf: „Er muss als Mister Schalke gehen!“

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Christian Heidel hat beim FC Schalke 04 als neuer Sportvorstand eine schwierige erste Saison durchlebt. In den nächsten Monaten steht der 54-Jährige erneut vor komplizierten Vertragsverhandlungen – wobei sich die sportliche Lage nach dem Trainerwechsel von Markus Weinzierl zu Domenico Tedesco deutlich entspannt hat. Wird der junge Coach der entscheidende Faktor in den Gesprächen mit Leon Goretzka?

Tottenham Hotspur, Arsenal, FC Barcelona, FC Bayern München – oder doch Schalke 04? Goretzka kann zwischen vielen großen Klubs auswählen und selbst bestimmen, wo er seinen nächsten Karriereschritt geht. Wer den 22-Jährigen näher kennenlernen durfte merkt schnell, wie schwer ihm diese Entscheidung tatsächlich fällt. Können die Königsblauen dank der aktuellen Tabellensituation einen Trumpf ausspielen? Die Mannschaft steht aktuell auf dem vierten Rang und hat sich unter Tedesco deutlich stabilisiert. Vorne effektiv, wie 14 Treffer in elf Partien beweisen, und hinten mit einer starken Quote: Zehn Gegentreffer werden nur von den Bayern – acht Gegentore – unterboten. Ein Einzug in die Königsklasse, so Heidel im kicker, „würde die Sache dramatisch vereinfachen.“

Kann Schalke Goretzka eine klare Perspektive aufzeigen?

Der Sportvorstand mahnte zugleich: „Nur können wir das derzeit nicht versprechen, und er wird sich nicht erst im Mai entscheiden. Schalke badet nicht im Geld, aber wir können Leon eine klare sportliche Perspektive aufzeigen.“ Kann der gebürtige Bochumer so von einem Verbleib überzeugt werden? Mit Tedesco hat das Team einen Plan an die Hand gelegt bekommen, den sie im Jahr zuvor nur selten hatte. „Es ist das wichtigste, dass die Spieler das spielen können, was sie mögen und wo ihre Stärken liegen“, sagte der Coach im Gespräch mit Sky.

Gerüchte um den Mittelfeldspieler amüsieren Heidel

Goretzka, der erst schleppend in die Saison gestartet ist, dann aber als vierfacher Torschütze glänzte und sich aktuell nach seiner knöchernen Stressreaktion im rechten Unterschenkel behutsam zurückarbeitet, wird solche Worte gerne hören. Heidel jedenfalls hat die Hoffnung, ihn halten zu können, nicht aufgegeben und wischte die Gerüchte um etwaige Vorverträge des Mittelfeldspielers weg: „Es amüsiert mich. Jeden Tag ein neuer Klub. Bald haben wir sie alle durch. Ich vertraue Leon und seinem Berater.“ Er stellte klar: „Wir sind noch im Rennen. Leon muss das Gefühl bekommen, dass sich etwas entwickelt.“

Sportvorstand hofft weiter auf Verbleib

Heidel würde ein Verlängerung des 2018 auslaufenden Vertrages verständlicherweise befürworten und sagte, was er ihm vor einiger Zeit mit auf den Weg gab: „Du musst auf Schalke der Chef werden und irgendwann einmal als Mister Schalke gehen!“ Bei Barcelona, Bayern oder Tottenham müsste sich der Nationalspieler erst wieder hinten einreihen und neu starten. Ob diese Argumente überzeugen können? Für den Knappenklub wäre ein ablösefreier Wechsel ihres Superstars natürlich ein herber Verlust – auch wenn er den Verein wieder in die Königsklasse führen sollte.

Über Christopher Michel

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