Bundesliga

Heldt rechtfertigt sein Handeln auf Schalke und lobt HSV-Investor Kühne

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München – Horst Heldt hat in der Sendung Sky90 sich zu seinem Handeln bei Ex-Klub Schalke geäußert und zudem erklärt, dass er keinen direkten Kontakt zum Hamburger SV hatte.

Sechs Jahre arbeitete Heldt auf Schalke

Von 2010 bis 2016 arbeitete Horst Heldt im Vorstand von Schalke 04. Am Ende musste Heldt den Klub trotz regelmäßiger Teilnahmen im Europapokal verlassen. Heldt sprach bei Sky90 über seine einstige Situation auf Schalke – und sieht für Nachfolger und Manager Christian Heidel bessere finanzielle Rahmenbedingungen nun gegeben: „Der entscheidende Unterschied zu den vergangenen Jahren ist, dass Schalke finanziell auf eine andere Ebene gekommen ist. Schalke profitiert ganz extrem von den gestiegenen TV-Einnahmen. Das sieht man an den Transfers, die man getätigt hat. Man ist auf einer anderen finanziellen Ebene und kann viel freier gestalten als in den Jahren vorher.“

Heldt wirkt gereizt in Sachen Heidel

Dass Christian Heidel nun die Infrastruktur auf Schalke anprangere, sieht Heldt zweispältig. „Da hat keiner etwas übersehen. Das Stadion war damals komplett fremdfinanziert. Danach hat man nicht weiter in Steine, sondern in die Mannschaft investiert. Die Erkenntnis, dass das Trainingsgelände nicht mehr auf dem höchsten Stand ist, die war schon weit vor Christian Heidel da. Wir haben schon weit vor ihm entschieden, dass Trainingsgelände umzubauen. Im ersten Bauabschnitt werden 25 Millionen investiert.“ Heldt führte aus: „Aber es ist klar, wenn neue Besen kommen, dann haben die auch eine gewisse Allmacht und können Sachen forcieren, die im alten Vorstand kein breites Gehör gefunden haben. Ich musste mich ein paar Jahre lang für eine sogenannte Wohlfühloase rechtfertigen. Christian Heidel kommt und sagt, dass es nicht bundesligatauglich ist. Wo ist da die Wahrheit und wie ist die Gewichtung? Am Ende vom Tag haben die Bedingungen doch immer für den internationalen Wettbewerb gereicht. So schlecht kann es also nicht gewesen sein.“

Gutes Verhältnis zu Tönnies

Ein gutes Verhältnis hatte Heldt zu Aufsichtsratchef Clemens Tönnies: „Es war in meinen sechs Jahren eine sehr angenehme Zusammenarbeit. Wir haben viele Themen miteinander abgestimmt. Wenn Clemens Tönnies in die Öffentlichkeit gegangen ist, dann hat er mich immer informiert. Er ist mit Sicherheit eine der wichtigsten Personen auf Schalke. Er hat schon vor meiner Zeit für den Verein gerade gestanden, sonst würde es den Verein nicht mehr geben. Er hat die Schechter-Anleihe damals komplett mit seinem Privatvermögen abgelöst. Da reden wir von einem hohen zweistelligen Millionenbetrag, den er mal kurz zur Verfügung gestellt hat. Auch wenn er sein Geld mittlerweile wieder zurückbekommen hat, stand er da und ist das Risiko eingegangen.“

War Sane-Verkauf nötig?

Zum Abgang von Flügelstürmer Leroy Sane sagte Heldt: „ Aus der Ferne ist es schwierig zu beurteilen. Es ist immer schwierig, wenn ein Spieler den Wunsch äußert den Verein zu verlassen. Ich habe den Vertrag ausgehandelt, es gab keine Ausstiegsklausel. Der Verein hätte also ganz alleine entscheiden können. Er hatte die freie Entscheidung und hätte nein sagen können. Aber es ist auch sehr viel Geld reingekommen.“

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Kein Kontakt zum HSV

Heldt wurde nun als Manager des Hmaburger SV ins Spiel gebracht. Dazu bezog Heldt Stellung: „Grundsätzlich muss man sagen, dass es keinen Austausch mit einem direkten Verantwortlichen gegeben hat. Ich habe mich hin und wieder mit Volker Struth, der Berater von Herrn Kühne ist, ausgetauscht, weil wir uns schon lange kennen. Natürlich haben wir uns auch über den HSV unterhalten. Ich finde es legitim, was Herr Kühne dort macht. Er investiert sehr viel Geld in den Verein. Wenn man nicht so viel Ahnung von Fußball hat und sich einen Berater zulegt, dann ist das eigentlich sehr professionell. Der HSV ist und bleibt ein ganz herausragender Verein.“ Zur Sitaution des HSV erklärte Heldt: „Leider Gottes geht es dem HSV zurzeit nicht gut. Die Mannschaft hat das Potenzial, sich da unten herauszuarbeiten. Aber da müssen einige Stellschrauben gedreht geben. Der HSV hat sehr viele Baustellen. Man muss sie peu á peu abarbeiten und mit einer klaren Handschrift agieren.“

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