Bayer 04 Leverkusen

Herrlich fordert Geduld mit Bayer-Supertalent Paulinho

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Bayer Leverkusen genießt nach wie vor einen ausgezeichneten Ruf in Brasilien. Der Klub wird als ideales Sprungbrett für den europäischen Markt erachtet, weswegen sich mit Paulinho ein echtes Ausnahmetalent der Werkself anschließt. Trainer Heiko Herrlich will den Teenager jedoch nicht mit Erwartungen überfrachten.

„Der Wechsel nach Europa wird eine Riesen-Umstellung“, stellte der 46-Jährige gegenüber der Bild-Zeitung klar. „Wir müssen vorsichtig sein und können bei ihm nicht von Null auf 100 gehen.“ Der Brasilianer, der am morgigen Sonntag 18 Jahre alt wird und Anfang der Woche im Rheinland erwartet wird, war zuletzt wegen eines Armbruches für rund zwei Monate außer Gefecht, wird auch deswegen einigen Rückstand aufzuholen haben. „Wann er auf dem Platz dabei ist und wie wir ihn integrieren, wird noch im Detail besprochen, wenn der Junge da ist“, so Herrlich.

„Wir müssen ihm helfen“

Dass sich die Werkself einen potenziellen Ausnahmespieler ans Land gezogen hat, wird schon beim Blick auf das finanzielle Volumen deutlich, das der Wechsel vereinnahmt. Die fixe Ablöse von 18,5 Millionen Euro kann durch verschiedene Boni dem Vernehmen nach auf 36 Millionen Euro anschwellen, zudem erhält der abgebende Verein, Vasco da Gama, zehn Prozent des Erlöses bei einem Weiterverkauf. „Er ist ein junger und hungriger Spieler, der viel Talent mitbringt“, freut sich Herrlich. „Wir müssen ihm helfen, dass er sich hier jeden Tag verbessern kann.“ Paulinho kann in der Offensive auf nahezu allen Positionen eingesetzt werden, er überzeugte nicht zuletzt bei der U17-Weltmeisterschaft in Indien im vergangenen Oktober. Mit Brasilien errang er den dritten Platz, steuerte drei Tore und zwei Vorlagen bei.

Über Lars Pollmann

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