Bundesliga

Herrmann hofft weiter auf EM-Start

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München – Im Derby gegen den 1.FC Köln stand Patrick Herrmann zum ersten Mal nach fünf Monaten wieder im Kader von Borussia Mönchengladbach. Zu einem Einsatz kam er zwar noch nicht, doch mit Hinblick auf die kommenden Spiele gibt sich der 25-Jährige zuversichtlich und angriffslustig.

„Noch stärker zurückkommen“

Fünf Monate nach seinem Kreuzbandriss im linken Knie ist Patrick Herrmann körperlich wieder fit und sieht sich für die kommenden Aufgaben gerüstet. „Warum eigentlich sollte alles anders sein im Vergleich zur Zeit vor der Verletzung?“, so Herrmann im kicker. „Nein, ich werde mein Top-Niveau wieder erreichen. Davon bin ich überzeugt. Ich will sogar noch stärker zurückkommen.“

Herrmann gesteht Ängste ein

Der Borusse entschied sich nach seinem Kreuzbandriss für eine konservative Behandlung, die von einer Operation absieht. Dass er in Zukunft ohne hinteres Kreunzband spielen wird, sieht Herrmann nicht als Nachteil, gesteht aber, dass die Zeit in der Reha für ihn zeitweise hart gewesen ist. „Es gab viele schwierige Momente. Nach einer der Untersuchungen kam ich nach Hause und konnte tagelang fast nichts essen. Kein Hunger, nichts. Ich hätte nie gedacht, dass die psychische Belastung so hoch sein würde“, sagte Herrmann. „Ich hatte tatsächlich Angst, dass ich mein Top-Level nie mehr erreichen kann. Auch solche Gedanken haben mich in der ersten Zeit nach der Verletzung beschäftigt. Sehr sogar.“

Der Traum von Frankreich lebt

Hätte sich der Flügelstürmer für eine Operation entschieden, „wäre Frankreich futsch gewesen“, meint Herrmann. So hätte er sich die Option auf die Europameisterschaft im Sommer offengehalten: „Träumen muss erlaubt sein. Und diese Mini-Hoffnung auf die EM will ich zum jetzigen Zeitpunkt auch nicht aufgeben. Es bleiben ja noch ein paar Monate.“

Generell hofft der 25-Jährige auf mehr Einsätze in der deutschen Nationalmannschaft, für die er bislang zwei Mal auflief. „Da bekommt man Bock auf mehr. Ich glaube, es geht allen Spielern so: Wenn man mal nah dran oder sogar schon dabei war, will man zurück zur Nationalmannschaft“, so Herrmann.

Über Max Rinke

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