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Infantino neuer FIFA-Chef

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München – Gianni Infantino ist neuer Präsident des Weltverbands FIFA. Der 45-jährige Schweizer setzte sich beim außerordentlichen Fifa-Kongress gegen den als Favorit geltenden Scheich Salman bin Ibrahim al Khalifa aus Bahrain durch.

Überraschung bereits im 1. Wahlgang

Infantino erhielt im 2. und letzten Wahlgang 115 der 207 Stimmen und damit die erforderliche Mehrheit. Salman erhielt 88 Delegierten-Stimmen. Bereits im 1. Wahlgang zeichnete sich die Sensation ab. Infantino hatte da bereits 88 Stimmen geholt, Salman nur 85 Stimmen. Prinz Ali bin al-Hussein und Jerome Champagne zogen trotz nur 27 Stimmen bzw. 7 Stimmen in die 2. Runde, wo al-Hussein nur vier Stimmen holte und Champagne gar keine Stimme mehr erhielt. Der Südafrikaner Tokyo Sexwale warf dagegen bereits vor dem 1. Wahlgang das Handtuch.

Infantino überglücklich

Infantino, dessen Amtszeit zunächst bis 2019 läuft, zeigte sich nach seiner Wahl überglücklich und versprach: „Wir möchten den Respekt der ganzen Welt. Wir werden mit Hingabe arbeiten, so dass wir uns wieder auf dieses wundervolle Spiel konzentrieren können.“ Infantino tritt die Nachfolger von Joseph Blatter, der für sechs Jahre von allen FIFA-Ämtern gesperrt wurde. Blatter hatte 1998 das Amt übernommen. Als Mann der UEFA gilt Infantino, der bislang als Generalsekretär für den europäischen Verband gearbeitet hatte. Auch die Unterstützung des DFB war ihm sicher.

Reformpaket verabschiedet

Bereits vor der Präsidenten-Wahl hatten die Delegierten mit der erforderlichen Mehrheit (179 von 207 Stimmen) ein Reformpaket verabschiedet. Darin vorgesehen sind Neuerungen wie die Einschränkung der Befugnisse des Präsidenten und der Mitglieder der FIFA-Regierung (Exekutivmitglieder). Das Ansinnen: Mehr Transparenz und Demokratie, um auch die Vergabe von Weltmeisterschaften transparenter zu gestalten.

Über Daniel Michel

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