Bundesliga

Schmadtke kritisiert DFB-Sportgericht

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München – FC-Geschäftsführer Jörg Schmadtke wird vom DFB zur Kasse gebeten. Nachdem der 51-Jährige beim Auswärtsspiel der Kölner in Bremen das Gespann um Schiedsrichter Guido Winkmann  als „Eierköppe“ bezeichnet hatte, muss er nun 6.000 Euro Strafe zahlen. Schmadtke verzichtet auf eine Berufung, aber nicht weil er mit dem Urteil einverstanden ist.

Das Strafmaß ist „völlig überzogen“

„Ich tue das, weil ich Schaden vom 1. FC Köln, meinem Klub, abwenden und keine Belastung für die Mannschaft und das Trainerteam darstellen möchte, indem sich dieses überflüssige Verfahren über weitere Monate hinzieht“, wird er auf der Homepage des FC zitiert.

„Das Strafmaß ist für mich allerdings völlig überzogen. Ich habe mir in 30 Jahren Profi-Fußball nie etwas zuschulden kommen lassen und habe die Schiedsrichter lediglich unter Ausschluss der Öffentlichkeit im Kabinengang kritisiert, nachdem wir wochenlang nachweislich benachteiligt worden sind“, sagte Schmadtke.

FC-Präsident unterstützt Schmadtke

Wenn er für das Wort Eierköppe 6.000 Euro zahlen solle, während in einem anderen Fall jemand, der öffentlich von Betrug gesprochen hat, zu 5.000 Euro verurteilt wurde, dann verstehe er die Maßstäbe nicht mehr, so der ehemalige Torwart. Schmadtke bezieht sich an dieser Stelle auf den Fall von HSV-Trainer Bruno Labbadia, der im September auf einer Pressekonferenz von „Betrug“ durch die Unparteiischen gesprochen hatte.

Auch FC-Präsident Werner Spinner ist äußert ungehalten vom Ausgang des Verfahrens. „Wir haben nach der Erfahrung bei der mündlichen Verhandlung in Frankfurt, bei der insbesondere der Kontrollausschuss stillos und weltfremd aufgetreten ist, jedes Vertrauen darin verloren, dass der Fall in den DFB-Instanzen fair und korrekt behandelt werden könnte“, sagt er. „Wir sehen keinerlei Aussicht auf Erfolg, das Urteil spürbar korrigieren zu können. Daher unterstützen wir Jörg Schmadtke darin, auf eine Berufung zu verzichten, auch wenn wir das Urteil für ungerecht halten und er es nicht verdient hat.“

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