2. Bundesliga

Joker Collin Quaner sticht Hannover 96 aus – Reaktionen nach dem Sieg von Union

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München – Diese Reise hat sich der Tabellen-Zweite sicher anders vorgestellt. Hannover 96 verliert im Stadion an der Alten Försterei mit 1:2 bei Union Berlin. Die Tore erzielten Collin Quaner (75.) und Philipp Hosiner (79.) für die „Eisernen“. Felix Klaus gelingt in der Nachspielzeit (90. + 6) der 1:2-Anschlusstreffer. Die Köpenicker sind damit seit einem Jahr im eigenen Stadion ungeschlagen und bauen ihre beeindruckende Serie auf 14 Heimspiele am Stück ohne Niederlage aus. Beide Teams sind jetzt mit 17 Punkten auf den Plätzen Drei (96) und Fünf (Union).

Erstes Tor als Matchwinner 

„Wir haben immer wieder versucht, nach vorne Chancen zu kreieren, gerade in der Phase, als das 0:1 fiel, denke ich, waren wir dichter dran am 1:0“, ärgerte sich 96-Coach Daniel Stendel über verpasste Gelegenheiten seines Teams. „Am Ende muss man ein Tor erzielen und das hat Union dann gemacht“, resümierte der 42-Jährige weiter. Damit gelangten die Hausherren eindeutig auf die Siegerstraße. Sah auch Gäste-Keeper Philipp Tschauner so: „Man hatte das Gefühl, wer das erste Tor schießt, der hat gute Chancen, drei Punkte mitzunehmen.“

Keller zufrieden

Sehr zur Freude von Union-Trainer Jens Keller, der sich von der Qualität des Spiels beeindruckt zeigte: „Es war ein hochklassiges Zweitligaspiel, das war Werbung für die 2. Liga. Es war ein enormes Tempo drin und ein wahnsinnig robustes Spiel.“ Auch mit der Leistung seines Teams war er mehr als zufrieden: „Ein ganz großes Lob an die Mannschaft, wie sie das umgesetzt hat, was wir dieser Woche erarbeitet haben. Wir hatten schon in der ersten Hälfte die ein oder andere gute Möglichkeit, wo wir vielleicht hätten in Führung gehen können. Ich glaube, dass wir heute verdient als Sieger vom Platz gegangen sind.“ Ganz so eindeutig war das Geschehen für den Gästetrainer allerdings nicht: „Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen, weil wir es bis zuletzt probiert haben. Der Anschlusstreffer war dann vielleicht einen Tick zu spät für uns, um noch etwas mitzunehmen“, zeigte sich Stendel enttäuscht. Doch Fußball ist Ergebnissport: „Am Ende hat Union ein Tor mehr erzielt und dementsprechend gewonnen.“

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Starke Defensive als Schlüssel zum Erfolg

Auch wenn er mit einem Tor und einer Vorarbeit zum Matchwinner avancierte, sah sich Union-Stürmer Quaner nicht als solcher: „Ich glaube, dass der Schlüssel zum Sieg war, dass wir es geschafft haben, lange die Null zu halten und kompakt als Mannschaft zu verteidigen. Das war heute wieder das A und O.“ So zeigten die „Eisernen“ ihre Heimstärke, standen hinten sicher und zeigten sich vorne zielstrebiger als der Gast. Hannover gelang es nicht, das eigene Spiel aufzuziehen und Union so vor größere Probleme zu stellen. Doch hat der Bundesliga-Absteiger im kommenden Auswärtsspiel beim 1. FC Nürnberg die Gelegenheit, wieder erfolgreicher zu agieren. Der Blick war schon kurz nach der Niederlage klar nach vorne gerichtet. „Wir sind jetzt schon heiß auf das Spiel nächste Woche. Wir wollen es wieder gutmachen“, zeigte sich Mittelfeldspieler Marvin Bakalorz gleich nach Schlusspfiff kämpferisch.

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