Bundesliga

Jugendleiter Kraaz hofft auf bessere Talentförderung durch Hütter

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Eintracht Frankfurt hat im Sommer seinen ehemaligen Trainer Niko Kovac an den FC Bayern München verloren. Der neue Coach heißt Adi Hütter und kommt nach Titelgewinnen mit RB Salzburg und BSC Young Boys nach Frankfurt. Der Österreicher soll die erfolgreiche Arbeit von Kovac fortführen und die Eintracht-Talente stärker fördern.

„Ich erwarte und hoffe natürlich, dass das Interesse am Jugendfußball vorhanden, er kommunikativ ist und die U19-Spieler weiterbringen will“, sagte Kraaz gegenüber dem hr-sport. Adi Hütter ist in dieser Hinsicht offenbar der richtige Mann. Das durchschnittliche Alter der Startelf bei seinem vorherigen Klub Bern lag ein Jahr unter dem der Eintracht (25,9 zu 26,9). In seiner vorherigen Station bei RB Salzburg kamen 2014/15 viele große Talente zum Vorschein. Dazu zählten unter anderem Sadio Mane (inzwischen Liverpool), Kevin Kampl (RB Leipzig), Naby Keita (ab Sommer FC Liverpool) und Martin Hinteregger (FC Augsburg) und noch einige mehr.

Kovac konnte Talente nicht wie erhofft fördern

Obwohl Kovac auch als Talentförderer galt, kamen junge Spieler seltener zum Einsatz als erwartet. Marc Stendera hatte – auch verletzungsbedingt – nur elf Einsätze in den vergangenen beiden Jahren. Bei Aymen Barkok hat sich die Zahl der Spiele in der zweiten Saison beinahe halbiert. Andere Talente wie beispielsweise Noel Knothe oder Deji Beyreuther haben es noch nicht auf den Platz in der Bundesliga geschafft. Die beiden Defensivspieler mussten in der abgelaufenen Spielzeit trotz Profivertrags bei der U19 mitspielen, um dieser gegen den Abstieg zu helfen. Kurioserweise war es ausgerechnet ein Freistoß von Beyreuther im Duell gegen den 1. FC Heidenheim, das die Klasse trotz Niederlage sicherte (2:3).

Mit Pezaiuoli in eine bessere Zukunft?

Der neue technische Direktor Marco Pezzaiuoli will in der kommenden Saison einiges verändern, damit sich die Probleme in der U19 nicht noch einmal wiederholen. Der 49-jährige wurde von Sportvorstand Fredi Bobic erst im vergangenen Winter installiert und konnte seitdem das Eintracht-Umfeld näher kennenlernen. „Wir haben beide langjährige Erfahrung sammeln können und am Ende geht es immer um das gemeinsame Ziel. Wir wollen Nachwuchsspieler an die Profis heranführen“, sagte Kraaz über die Zusammenarbeit mit Pezzaiuoli.

Über Tom Strahmann

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