Bundesliga

Kahn rät Bayern: Trainer selbst ausbilden

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Wer wird Nachfolger von Bayern-Trainer Jupp Heynckes, der sich im Sommer wieder in den Ruhestand zurückziehen möchte? Ex-Profi Oliver Kahn rät seinem ehemaligen Verein dazu, sich in den eigenen Reihen umzusehen.

Kahn würde den neuen Trainer nicht einzig nach Erfolgsaspekten aussuchen. Der Champions-League-Sieger von 2001 riet daher beim kicker: „Ich würde mir wünschen, dass es die Bayern hinbekommen, selbst einen Trainer im Unterbau zu entwickeln und ihn dann Stück für Stück an den Profibereich heranzuführen. So wie es Real Madrid mit Zinedine Zidane gemacht hat.“ Der Franzose sei über mehrere Jahre aufgebaut worden und konnte so sofort auf Toplevel einsteigen und das Team in den vergangenen zwei Jahren zu großen Erfolgen führen.

Nicht immer Glückslose in der Trommel

Aktuell suchen die Münchener scheinbar – so zumindest wirkt es nach außen hin – verzweifelt nach einem neuen Coach. „Sie müssen sich dann jedes Mal die Frage stellen: Welcher Trainer von außen passt denn überhaupt zur Mannschaft“, stellte Kahn fest. Es sei gleichzusetzen mit einem Glücksspiel, bei dem ein Toplos wie Pep Guardiola, aber auch ein weniger gutes Los wie Carlo Ancelotti gezogen werden könnte.

Klopp wohl kein Kandidat

An Jürgen Klopp als nächsten Bayern-Coach glaubt der Vize-Weltmeister von 2002 aber nicht: „Kann mir nicht vorstellen, dass er seine Arbeit in Liverpool unterbricht. Er sieht sein Projekt ja immer langfristig.“

Über Christopher Michel

Christopher Michel arbeitet hauptberuflich als Journalist und ist u.a. für die Sportabteilung des Hessischen Rundfunks tätig. Für fussball.news ist er insbesondere als Reporter vor Ort für Eintracht Frankfurt, Mainz 05 und die deutsche Nationalmannschaft zuständig. Er ist Autor eines Buches über Eintracht Frankfurt ("Launische Diva", riva-Verlag), das hier bestellt werden kann: https://bit.ly/2J6EynZ

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