Bundesliga

Keinen Bock mehr auf Quali-Spiele gegen „Fußballzwerge“ – Rummenigge reicht’s

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München – Thomas Müller beklagte, das WM-Qualispiel gegen San Marino habe nichts mit professionellem Fußball zu tun gehabt – San Marino konterte in einem bösen Brief via Facebook, Müller hätte doch auch das Wochenende in seiner luxuriösen Villa genießen können. Dennoch scheinen Spiele gegen kleine Fußballnationen immer mehr zur Belastung zu werden – nun reicht es auch FC-Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge.

Rummenigge: Politische Faktoren nehmen Überhand

„Jetzt spielen wir gegen San Marino, Gibraltar, Kosovo. Da frage ich mich: Wieso gibt es für solche kleinen Länder keine Qualifikation?“, fragte Rummenigge in der Sport-Bild – und gab die vermeintlich richtige Antwort selbst: „Weil sie eine Stimme in der FIFA und der UEFA haben, die genauso schwer wiegt wie die deutsche. Es geht immer weniger um Sport, sondern immer mehr um Politik und Finanzen.“

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Mehr Länderspiele als früher

Rummenigge geht davon aus, dass FIFA und UEFA sich freie gewordene Zeitfenster geschnappt haben: „Wir haben heute rund 40 Prozent mehr Länderspiele als früher. Wenn ich daran erinnern darf, hatten wir früher in der Champions League eine zweite Gruppenphase. Die haben wir abgeschafft, um die Spieler weniger zu belasten. Was ist danach passiert? Die vier Spieltage wurden den Nationalmannschaften zugeschlagen“, sagte Rummenigge. Eine Vorqualifikation für „Fußballzwerge“ dürfte vorerst nur Wunschvorstellung bleiben.

Über Daniel Michel

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