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Khedira rüttelt DFB-Team wach

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München – Sami Khedira hat den WM-Titel und die Champions League gewonnen, nun peilt er mit der Nationalmannschaft den EM-Titel an. Dazu mahnte er jedoch nun in einem Interview mit der Welt am Sonntag, das DFB-Team müsse sich steigern. Khedira sprach auch über den Teamgeist in der Nationalmannschaft, über seinen ehemaligen Coach und neuen FC-Bayern-Trainer Carlo Ancelotti und wie es ihm bei seinem neuen Verein Juventus Turin ergeht.

Lob für Götze

Teamgeist bedeute für ihn auch, nicht sauer zu sein, wenn der Bundestrainer „taktisch etwas ändert und einen Spieler dann dafür mal opfert“. Bei der WM sei Mario Götze das perfekte Beispiel für mannschaftsdienliches Verhalten gewesen.

„Er hätte in Brasilien sicher gern beim Finale in der Startelf gestanden. Joachim Löw hat sich aber anders entschieden. Und was ist passiert? Mario wurde eingewechselt und hat uns mit seinem Tor zum Titel geschossen. Das war großartig“, schwärmte Khedira und führte aus: „Er hat sich nicht hängen lassen, sondern sich in den Dienst der Mannschaft gestellt und an diesem Abend auf seine Chance gewartet. Das kannst du nicht lernen, so etwas hast du verinnerlicht. Das sind Charakterzüge, die wichtig für den Erfolg sind.“

Bundestrainer Joachim Löw sei der Vater des Erfolgs und ein „Glücksfall für den deutschen Fußball“, so Khedira weiter: „Es ist ja kein Geheimnis, dass wir alle mit ihm als Bundestrainer zufrieden sind. Er hat einen Plan.“ Löw kommuniziere zudem mit den Spielern auf Augenhöhe, als Trainer sei er offen für die Meinung der Spieler, seine Art sei imponierend.

„Ancelotti trifft den richtigen Ton“

Khedira lobte auch einen weiteren Trainer: Carlos Ancelotti. Der Trainer gewann mit Khedira für Real Madrid 2014 die Champions League, im Sommer coacht Ancelotti den FC Bayern. „Er ist ein ausgezeichneter Fachmann, taktisch unheimlich bewandert. Was mich an ihm am meisten fasziniert, ist seine menschliche Art. Ich finde es bemerkenswert, wie gut er mit Menschen umgeht“, wertschätzte Khedira seinen ehemaligen Trainer und legte nach:

„Er weiß, wie er den richtigen Ton trifft. In jeglicher Hinsicht. Wenn ihm etwas missfällt, sagt er dir das genau so klar, wie er das tut, wenn er dich lobt. Es war wunderbar, unter Ancelotti gearbeitet zu haben. Die Bayern bekommen mit ihm einen sehr guten Trainer.“

Khedira selbst wechselte im Sommer von Real Madrid zu Juventus Turin. „Ich bin durchaus zufrieden und habe mich gut eingelebt“, sagte er über seine ersten Monate in Italien. Obwohl er zunächst verletzt war, sei er gleich gut im Team aufgenommen worden. „Jetzt bin ich wieder fit und genieße den Fußball in vollen Zügen. Ich bin in Italien, in Turin und bei Juve voll angekommen. Ich fühle mich hier sehr wohl!“, erklärte der Mittelfeld-Stratege.

Khedira: Bayern ist der schwerste Gegner

Mit Juventus Turin trifft Khedira im Achtelfinale der Champions League auf den FC Bayern. „Ich denke, wir haben mit den Bayern den schwersten Gegner erwischt“, bewertete er die Gefechtslage und legte nach: „Aber man spielt in diesem Wettbewerb, um ihn zu gewinnen.“ Nach schwachem Saisonstart sei Turin nun in starker Verfassung, „die Bayern“, so Khedira, „werden wissen, dass es nicht einfach wird gegen uns“.

Das Hinspiel zwischen Juve und dem FC Bayern findet am 23. Februar statt.

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