2. Bundesliga

Nach Super-Serie: Zieht Darmstadt rechtzeitig den Kopf aus der Schlinge?

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Seit acht Spielen ist der SV Darmstadt 98 ungeschlagen, zuletzt gab es einen 3:1-Sieg gegen Union Berlin. Sollten die Lilien Jahn Regensburg ebenfalls besiegen (15:30 Uhr), könnte die Serie erstmals seit sechs Monaten zu einem Nicht-Abstiegs-Platz führen.

Seit acht Spielen ungeschlagen und in diesen nur sechs Gegentreffer kassiert, zudem wurde die Vertragsverlängerung von Trainer Dirk Schuster bis 2020 bekanntgegeben. Die Welt beim SV Darmstadt 98 scheint auf den ersten Blick äußerst positiv, auf den zweiten sieht man jedoch die Tabelle. Die „Lilien“ stehen nach wie vor auf dem vorletzten Platz, zwei Spieltage vor dem Saisonende und sind somit zum Siegen verdammt. Aktuell trennen die Darmstädter einen Punkt vom Relegationsrang und zwei vom rettenden Ufer. Am Sonntag treffen die Hessen auf den Jahn aus Regensburg, der seine letzte Partie mit 1:4 gegen den MSV Duisburg verloren hat und somit die Hoffnung auf den dritten Tabellenplatz (fünf Punkte Abstand) wohl schon begraben hat. Zuvor holten die Oberpfälzer allerdings sieben Zähler aus drei Partien – und so ist das Duell Regensburg gegen Darmstadt eines von zwei formstarken Teams.

Schuster hat viel Respekt vor Regensburg

Begleitet von 2000 Fans tritt der SV Darmstadt die Partie gegen Regensburg an. Für Trainer Dirk Schuster ist der Gegner „ein dickes Brett, was zu bohren ist“. Der Jahn ist die drittheimstärkste Mannschaft der 2. Liga, 30 ihrer 47 Punkte sammelten sie im heimischen Stadion. „Sie haben eine super Mannschaft, vor dem, was sie als Aufsteiger erreicht haben, kann man nur den Hut ziehen“, lobte Schuster den Gegner. Offensivspieler Dong-Won Ji zeigt sich aber vor der wichtigen Auswärtspartie selbstbewusst: „Wir punkten seit Wochen konstant und haben dadurch auch einen kleinen psychologischen Vorteil. Denn unsere Gegner haben die Tatsache, dass wir nun seit Wochen ungeschlagen sind, auf jeden Fall im Kopf.“ Hält diese Serie an, so könnte Darmstadt bereits an diesem Spieltag erstmals seit einem halben Jahr die direkten Abstiegsränge verlassen. Sollte der Tabellensechzehnte Greuther Fürth gegen Duisburg verlieren, würde den „Lilien“ aufgrund der deutlich besseren Tordifferenz sogar ein Punkt reichen, um zumindest auf den Relegationsrang zu gelangen. Die Spiele der Konkurrenten sind für Schuster aber zunächst sekundär: „Das interessiert uns wirklich nur am Rande. Wir sind im Tunnel. Uns kommt es nur darauf an, dass wir unsere Leistung abrufen.“ Auch Torhüter Daniel Heuer-Fernandes beteuert: „Niemand guckt auf die Anzeigetafel und schaut, wie die anderen spielen. Der Fokus liegt nur auf uns.“

Regensburg will Wiedergutmachung betreiben

Während bei Darmstadt großer Druck herrscht, ist er bei Jahn Regensburg wohl nicht mehr vorhanden. Durch die Niederlage gegen den MSV Duisburg (1:4) konnte der Anschluss auf den Tabellendritten aus Kiel nicht gehalten werden, sodass der Drittliga-Aufsteiger nur noch um das bestmögliche Abschneiden spielt. „Natürlich hätten wir die Flamme gern noch ein bisschen am Leben gehalten“, sagte Trainer Achim Beierlorzer zu dem Traum von der ersten Liga. Die Oberpfälzer wollen sich nun aber keinesfalls hängen lassen und ihren Anhängern einen schönen Saisonabschluss präsentieren. „Die Mannschaft will eine Wiedergutmachung. Außerdem wollen wir den Fans etwas für diese tolle Unterstützung während der Saison zurückgeben“, sagte Regensburgs Innenverteidiger Benedikt Gimber. Neben den Langzeitverletzten wird wohl auch Angreifer Joshua Mees erneut angeschlagen fehlen. Auch bei den Darmstädtern wird mit Slobodan Medojevic ein wichtiger Stammelf-Spieler aussetzen müssen.

Über Marc Schwitzky

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