Borussia Mönchengladbach

Kramer will „alle neun Spiele am Samstag um 15.30 Uhr“

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Christoph Kramer gilt seit jeher als Spieler, der seine Meinung offen und ehrlich ausspricht. Nun äußert sich der M’Gladbach-Profi zu den Veränderungen und dem vielen Geld im modernen Fußball.

In einem Interview mit Sportbuzzer.de zeigt sich Christoph Kramer von den vielen Neuerungen im Profi-Fußball nicht unbedingt begeistert. Angesprochen auf den Videobeweis sagt der Spieler von Borussia Mönchengladbach: „Mal davon abgesehen, dass mir die ständigen, zum Teil minutenlangen Unterbrechungen auf die Nerven gehen, heißt es doch, der Videobeweis würde den Fußball gerechter machen. Sieht man aber die bisherigen Entscheidungen, die wir hinnehmen mussten, hat uns der Videobeweis vielleicht schon fünf bis sechs Punkte gekostet, obwohl die TV-Bilder recht eindeutig waren.“ Die Fehlentscheidungen seien nur vom Feld- zum Videoschiedsrichter gewandert.

Kramer über Montagsspiele

Eine weitere Neuheit in der laufenden Saison ist die Einführung des M0ntaggspiel, die große Kritik seitens der Fans verursacht hat. Die Anhänger von Borussia Dortmund erschienen beispielsweise zahlreich nicht zum Spiel gegen den FC Augsburg „Dass bei Borussia Dortmund 25.000 Fans wegbleiben, das ist ein ganz krasses Zeichen! Ich jedenfalls finde es immer noch am geilsten, wenn alle neun Spiele am Samstag um 15.30 Uhr angepfiffen werden“, sympathisierte sich Kramer mit den Fans und fügte an: „Wenn du unten auf dem Rasen stehst und plötzlich die Tormeldungen auf der Anzeigetafel aufleuchten und ein Raunen durch die Menge geht, das ist doch eine geile Atmosphäre. Deshalb habe ich jede Empathie für die Fans, die es traurig oder sauer macht, wenn montags ein Spiel angepfiffen wird.“

Kramer: Fans wichtiger als Geld

Kramer kann sich in die Gemütslage der Fußballfans hineinversetzen und sieht daher einige Entwicklungen kritisch. Dennoch profitiert er selbst von dem derzeitigen Boom im Fußball. „Irgendwo muss das Geld, das alle verdienen wollen, herkommen. Trotzdem bleibe ich dabei, dass Fußball in erster Linie immer Begeisterung und Leidenschaft sein wird. Und wir alle müssen höllisch aufpassen, dass wir die, die den Fußball tragen – und das sind am langen Ende immer die Fans –, nicht verlieren“, ist Kramer dennoch sehr wichtig.

Über Marc Schwitzky

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