2. Bundesliga

Kutschke: Warum hat er Dynamo verlassen?

am

Stefan Kutschke steht mit dem FC Ingolstadt vor einem für ihn besonderen Duell gegen Dynamo Dresden. Der Angreifer – zu Jugendzeiten ein Ultra des Vereins – erzielte vergangene Spielzeit 16 Treffer für die Sachsen. Darüber, weshalb der 28-Jährige den Klub verlassen hat und zu den Schanzern gewechselt ist, gibt es zwei verschiedene Versionen.

Kutschke hatte in der Rückrunde noch erläutert, wie gerne er bei Dynamo bleiben wolle. Einige Monate später hat er einen Vertrag in Ingolstadt unterschrieben. Der Angreifer wehrte sich in Sport Bild allerdings gegen die harten Vorwürfe, die es nach dieser Entscheidung gab: „Was heißt denn verraten? Angenommen, ich wäre ablösefrei gewesen, sage immer, ich bleibe in Dresden und entscheide mich dann kurzfristig für etwas anderes, dann wäre der Vorwurf für mich nachvollziehbar.“

Scheiterte der Kutschke-Transfer nach Dresden ausschließlich an Nürnberg?

Doch woran ist eine Weiterbeschäftigung bei den Sachsen gescheitert? Kutschke erwähnt zunächst den 1. FC Nürnberg. „Es hätte eine Einigung von Dynamo mit Nürnberg stattfnden müssen. Da gab es eine klare Ablöse­forderung“, so der Stürmer. Diese habe mit 1,5 Millionen Euro weit über dem gelegen, was die Dresdener tatsächlich geboten haben – nämlich 300.000 Euro. Ingolstadt hingegen zahlte 1,3 Millionen Euro an die Franken. Und dann war da noch das Vertragswerk: Kutschke sollte bei Dynamo für drei Jahre unterschreiben und im Anschluss daran eine Stelle erhalten. Die Schanzer statteten ihn hingegen mit einem Vier-Jahres-Vertrag samt Option für eine weitere Saison aus.

Minge widerspricht Kutschke

Manager Ralf Minge widersprach zumindest der Version rund um die Ablösesumme und richtete sein Augenmerk auf Kutschke: „Ich weiß, dass Stefan auf die Dinge eine andere Sichtweise hat. Aber ich habe mit den Verantwortlichen des 1. FC Nürnberg die klare Absprache getroffen, dass wir uns erst mit Stefan einigen. Und an dieser ersten Hürde sind wir bereits gescheitert, denn Stefan hat leider unser Angebot nicht angenommen. Das ist und bleibt ein Fakt.“ Damit ist klar: Die Rückkehr des Stürmers nach Dresden wird am Samstagnachmittag sicherlich für eine aufgeheizte Stimmung im DDV-Stadion sorgen.

Über Christopher Michel

Diesen Beitrag kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.