Bundesliga

RB-Boss Mateschitz wäre mit Platz zwölf zufrieden

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München- Nach dem Bundesliga-Aufstieg von RB Leipzig sprechen Experten und Medien schon vom Angriff der Sachsen auf Europa. Mäzen Dietrich Mateschitz gab im Interview mit der Sport-Bild ein wesentlich bescheideneres Ziel aus und sprach zudem über die Philosophie des Klubs.

Europapokal-Träume illusorisch

„Unser Ziel ist, uns erst mal in der ersten Liga zu etablieren“, erklärte der österreichische Milliardär und Macher des Klubs. Spekulationen, wonach die Sachsen bereits den Angriff auf Europa planen, wies er entschieden zurück. „Mit einem Platz im gesicherten Mittelfeld so um Platz zehn bis zwölf herum wären wir schon sehr zufrieden“, schraubte der Geschäftsführer des Brauseherstellers Red Bull die öffentlichen Erwartungen zurück. Man wolle sich „kontinuierlich Jahr für Jahr verbessern“, fuhr er fort und bezeichnete Träume von der Europa League und Champions League als „illusorisch und auch fatal“.

Leipzig setzt auf junge Spieler

Auch die geplanten Investitionen fallen laut Mateschitz geringer aus als angenommen. „Ich fasse mir an den Kopf, wenn ich höre, dass wir 100 Millionen Euro investieren würden. Das ist totaler Blödsinn und entbehrt jeder Grundlage“, verdeutlichte der 72-Jährige. „Unsere Philosophie ist der Weg zum Erfolg, nicht das Geld.“ In Leipzig soll auch nach dem Aufstieg weiter auf die Ausbildung und Weiterentwicklung junger Spieler gesetzt werden. „ Ich halte nichts davon, zig Millionen für sogenannte fertige Spieler auszugeben, wenn es auch anders geht“, so Mateschitz. Leipzig plane deshalb, keinen Spieler zu verpflichten, der älter als 23 Jahre ist.

Formel 1 als Vorbild

Der Unternehmer vergleicht die Vorgehensweise mit einem weiteren Sport-Engagement seines Konzerns. „In die Jugend und Talente zu investieren ist wesentlich sinnvoller. Mit Sebastian Vettel und Max Verstappen hat das in der Formel 1 funktioniert“, sagte der Österreicher. „Es gibt keinen Grund, dass das nicht auch im Fußball gehen kann“, ist Mateschitz optimistisch. Angesichts des Nachwuchsleistungszentrums, dass für 30 Millionen Euro errichtet worden ist, sind die Voraussetzungen jedenfalls bestens. Man habe „alle Zeit der Welt“ und setze sich nicht unter Druck. „Nachhaltigkeit ist das Wichtigste“, machte er klar.

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