Bayer 04 Leverkusen

Leno: „Bayer ist auf einem sehr guten Weg“

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Trotz seiner erst 26 Jahre ist Bernd Leno längst eine Institution bei Bayer Leverkusen. Seit sechseinhalb Jahren ist der gebürtige Schwabe die unangefochtene Nummer 1 unter dem Bayer-Kreuz. Gegenüber der Sport-Bild schilderte der Nationalspieler nun, warum bei den Rheinländern etwas Großes zusammenwachsen könnte.

„Jonathan Tah hat verlängert, Lars Bender auch“, führte er aus. Schon daran sieht man, dass sich die Mannschaft mit dem Konzept identifziert und wir Spieler sehr gerne hier sind. Das ist ein Super-Zeichen. Es zeigt, dass Bayer auf einem sehr guten Weg ist.“ Zentral für diesen eingeschlagenen Weg sei die fußballerische Entwicklung unter Heiko Herrlich. Unter Vorgänger Roger Schmidt habe die Mannschaft „Power-Fußball mit all seinen Vor- und Nachteilen gespielt“. Die aktuelle Spielanlage sei passender für das Team.

Lob für Herrlich

Neben seinem taktischen Geschick lobte Leno vor allem die menschliche Art von Herrlich. Es sei zu merken, wie sehr es dem Trainer darum gehe, eine Mannschaft aufzubauen. „Selbst nach Niederlagen bricht hier nicht alles zusammen.“ Herrlich lasse die Spieler an seinen Erfahrungen teilhaben und treffe auch sprachlich einen Nerv. Er ist nicht böse, wenn Fehler passieren. Aber er wird sauer, wenn sich jemand zu schade ist, nach hinten zu laufen, oder nicht den Mut hat, den entscheidenden Pass zu spielen. Das kommt bei uns an.“

Auf den Spuren einer Legende

Leno zeigte sich mit seinen eigenen Leistungen zufrieden, wie seine Mitspieler profitiere er von mehr Kontrolle im Spiel der Werkself. Eine besondere Motivation ziehe er aus seiner Konstanz.  „Gianluigi Buffon von Juventus Turin hat 1000 Pflichtspiele gemacht. Ob ich auch bis 40 auf dem Niveau spielen kann, weiß ich nicht. 800 Pflichtspiele will ich machen. Das ist mein Ziel.“ Im Sommer will er zur Weltmeisterschaft in Russland. Den Kampf um die Nummer 3 hinter Manuel Neuer und Marc-Andre ter Stegen sehe er völlig offen. Als Nummer 3 sollte man seine Rolle kennen und annehmen. Das kann ich,“ fasste Leno seine Vorzüge prägnant zusammen. Seit seinem Debüt vor der EM 2016 kommt der 26-Jährige auf sechs Länderspiele unter Joachim Löw.

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