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Marcelo: „Wir stehen bis zum Tod hinter Zidane

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Kater statt geplante Aufholjagd! Die 0:3-Pleite für Real Madrid im Clasico gegen den FC Barcelona hat Spuren hinterlassen. Während Lionel Messi gefeiert und auf Händen getragen wird für eine erneut überragende Leistung, muss Real-Coach Zinedine Zidane heftige Kritik einstecken. Marcelo macht allerdings eine klare Ansage.

„Zinedine Zidane ist ein großer Trainer, man darf nicht vergessen was er schon alles mit uns gewonnen hat. Wir stehen bis zum Tod hinter dem Trainer“, sagte der Brasilianer nach der Partie gegenüber dem Onlineportal Spox.com. Der Franzose erlebt seine erste Delle in seiner noch so jungen Laufbahn als Trainer. Bislang führte der Weg von Real nur in eine Richtung – nach vorne. Meister in Spanien, die Champions League und damit auch den Titel bei der Klub Weltmeisterschaft als erste Mannschaft überhaupt verteidigt – Zidane hat mit seiner Mannschaft großartige und kaum zu überbietende Erfolge gefeiert.

Valverde schreibt Real noch nicht aus

Und doch wächst die interne Kritik am ehemaligen Weltklassefußballer: 14 Zähler Rückstand (auch wenn noch ein Nachholspiel aussteht) sind für die Königlichen deutlich zu viel. Der ewige Rivale Barcelona liegt fast schon uneinholbar vorne, auch wenn Trainer Ernesto Valverde sagte: „Natürlich sind wir noch nicht Meister und uns interessiert auch der Vorsprung im Moment nicht, wir schauen nur auf die nächsten Spiele, auf die nächsten Gegner. Es kostet viel, die nötigen Punkte noch zu holen, verlieren dagegen ist einfach und das wollen wir vermeiden. Niemals werden wir Madrid für tot erklären.“

Überragender ter Stegen

Zidane und die Konkurrenten können allerdings die Tabelle lesen und erkennen: 17 Partien, 14 Siege, drei Remis – ein Einbruch der Katalanen ist in dieser Saison wohl nicht zu erwarten. Die Mannschaft ist auf den Schlüsselpositionen stark besetzt, zudem hat sie in Marc-Andre ter Stegen einen Schlussmann, der in den vergangenen Jahren in die Riege der Toptorhüter aufgestiegen ist. Der Vertreter von Manuel Neuer in der Nationalmannschaft hat auch im Clasico vor allem im ersten Durchgang wieder stark gehalten und bestätigt: Sieben Gegentreffer sind kein Zufall.

Valdano kann Kritik an Zidane nicht nachvollziehen

Zurück zu Zidane: Der ehemalige Geschäftsführer Jorge Valdano stellte sich vor dem Duell der beiden Giganten klar hinter den Coach: „Zidane ist ein Segen für Real Madrid. Für das, was er fußballerisch erreicht hat, für das Bild, das er transportiert und für die gewonnenen Titel.“ Er könne Kritik am 45-Jährigen nicht nachvollziehen: „Über seine Verdienste brauchen wir nicht zu sprechen. Mit Glück kann man vielleicht eine Saison erklären, nicht aber zwei in Folge. Zidane hat eine besondere Fähigkeit, mit den Spielern zu sprechen und ihnen zuzuhören. In einer Mannschaft wie der von Real ist das sehr wichtig. Er ist der perfekte Trainer für diesen Klub.“ Ob Präsident Florentino Perez aktuell diese Meinung teilt?

Über Christopher Michel

Christopher Michel arbeitet hauptberuflich als Journalist und ist u.a. für die Sportabteilung des Hessischen Rundfunks tätig. Für fussball.news ist er insbesondere als Reporter vor Ort für Eintracht Frankfurt, Mainz 05 und die deutsche Nationalmannschaft zuständig. Er ist Autor eines Buches über Eintracht Frankfurt ("Launische Diva", riva-Verlag), das hier bestellt werden kann: https://bit.ly/2J6EynZ

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