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Medien: Juventus fordert Entschädigung für den Zwangsabstieg 2006

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München – Juventus Turin wurde zuletzt fünfmal in Folge italienischer Meister und ist aus der Beletage des italienischen Fußballs ohnehin nicht wegzudenken. Doch dies war nicht immer so, 2006 ereilte die „alte Dame“ ein Zwangsabstieg, für den der Verein nun entschädigt werden will.

Hohe Schadensersatzforderung

Dies geht aus einem Bericht von transfermarkt.de mit Bezug auf die italienische Gazetta dello Sport hervor. Demnach fordert Juventus eine Summe von 581 Millionen Euro vom italienischen Verband. Die Höhe der Summe soll dem Wert der entgangenen Sponsoren- sowie TV-Einnahmen entsprechen, wie Anwälte des Klubs argumentierten. Die „Bianconeri“ wurde 2006 im Zuge des Manipulationsskandals im italienischen Fußball zu einem Zwangsabstieg verurteilt, da Funktionäre des Vereins Schiedsrichter bestochen und dadurch Spielresultate zu ihren Gunsten manipuliert haben sollen. Außerdem erkannte der Verband damals die errungenen Meisterschaften der Jahre 2005 und 2006 ab.

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Erfolg unwahrscheinlich?

Ob Juventus, das seit 2007 wieder in der ersten italienischen Liga spielt, mit dem Antrag wirklich Erfolg hat, das erscheint unwahrscheinlich. Laut der Gazetta dello Sport wurde ein ähnlicher Antrag in Höhe von 444 Millionen Euro bereits vor einem Verwaltungsgericht abgelehnt. Die erneute Schadensersatzforderung wird nun vor dem Senatsrat in Rom verhandelt.

Über Stefan Katzenbach

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