Bundesliga

Medien: Milan erneut an Renato Sanches interessiert?

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Das 3:3 zwischen Portugal und Spanien war fraglos das Highlight der ersten Tage der Weltmeisterschaft in Russland. Für Renato Sanches muss es schwer gewesen sein, seinen Landsleuten zuzuschauen. Vor zwei Jahren war er ein gefeierter Held, der mit Portugal die Europameisterschaft in Frankreich gewann. Seitdem ging in seiner Karriere eigentlich alles schief.

In seiner Debütsaison nach dem Wechsel für rund 35 Millionen Euro von Benfica Lissabon zum FC Bayern brachte es der Mittelfeldspieler auf 26 zumeist kurze Einsätze, offenbarte dabei aber eklatante taktische Defizite. Eine Leihe sollte ihn auf Touren bringen, den Zuschlag erhielt Swansea City wohl vor allem, weil dort im Sommer 2017 Paul Clement Chef-Trainer war, der jahrelang als Assistent vom damaligen Bayern-Coach Carlo Ancelotti arbeitete. In Wales wurde das Kraftpaket jedoch auch nicht glücklich. Auch der AC Mailand soll damals an einer Leihe interessiert gewesen sein. Geht es nach der italienischen Sportzeitung Corriere dello Sport, haben die Lombarden ihr Interesse nun erneut hinterlegt.

Milan will einen dynamischen Mittelfeldmann

Vergangenes Jahr sei der Traditionsklub aus der Serie A daran gescheitert, dass Bayern keine Kaufoption in den Deal einbauen wollte. Der Bericht geht nicht näher darauf ein, ob dass auch dieses mal ein potenzieller Deal-Breaker wäre. In jedem Fall passe Sanches perfekt in das Anforderungsprofil von Trainer Gennaro Gattuso, der vor allem einen physisch präsenten und dynamischen Mittelfeldspieler verpflichten wolle. Nach dem Kaufrausch des letzten Sommers, als Milan insgesamt beinahe 200 Millionen Euro in neues Personal investierte, habe Sportdirektor Massimiliano Mirabelli angekündigt, so der Bericht, einen „gewissenhaften und maßvollen“ Transfersommer verleben zu wollen. In anderen Worten: Milan will keine großen Ablösen zahlen, sondern Talente, die etwas vom Weg abgekommen sind, wieder aufpolieren. Gattuso jedenfalls wäre vielleicht genau der richtige Mann, um das Feuer in Sanches neu zu entfachen.

Über Lars Pollmann

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