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Medien: Muss Lopetegui noch vor dem WM-Auftakt den Hut nehmen?

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Mit der Verkündung seines Wechsels zu Real Madrid hat der spanische Nationaltrainer Julen Lopetegui mächtig Staub aufgewirbelt. Nun soll seine Position wackeln. Es könnte zum Eklat kommen: Der WM-Favorit scheint kurz davor, seinen Trainer kurz vor dem Auftakt in das Turnier gehen zu lassen.

Dies berichten verschiedene internationale Medien übereinstimmend. Der Präsident des spanischen Verbandes, Luis Rubiales, soll demnach außer sich sein, weil die Nachricht von Lopeteguis Engagement bei den Königlichen vollkommen unerwartet gekommen sei. Erst vor wenigen Wochen hatte der ehemalige Profi-Torwart seinen Vertrag mit dem Weltmeister von 2010 bis 2020 verlängert, macht nun allerdings von einer Ausstiegsklausel Gebrauch. Die Befürchtung des Präsidenten sei, dass die Bekanntgabe des Wechsels Spannungen innerhalb der Mannschaft hervorrufen könne, die seit Jahren mühevoll die Rivalität zwischen den Profis von Real und denen des FC Barcelona moderieren muss.

Am Freitag gegen Portugal

Für den heutigen Mittwoch ist eilig eine Pressekonferenz angekündigt worden, in der soll Lopetegui angeblich seinen Rückzug vermelden. Als Interimskandidaten für die WM gelten U21-Coach Albert Celades und Fernando Hierro, der als Sportdirektor für den spanischen Verband arbeitet. Bereits am Freitag greift die Mannschaft gegen Europameister Portugal in das Turnier ein. Lopetegui übernahm den Titelkandidaten nach der EM 2016, überzeugte mit 20 Spielen ohne Niederlage. Bei Real, das zuletzt drei mal in Serie die Champions League gewann, ersetzt er Zinedine Zidane, der seinerseits Anfang des Monats überraschend seinen Abgang von den Madrilenen verkündet hatte. Spanien trifft nach Portugal in Gruppe B noch auf Iran und Marokko.

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