Borussia Dortmund

Medien: Vier Kandidaten für die „Krieger-Rolle“ beim BVB

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Fehlt Borussia Dortmund im zentralen Mittelfeld eine Führungsperson, ein zweikampfstarker und wortgewaltiger Spieler der allein durch seine Anwesenheit Autorität ausstrahlt? Eine unlängst getätigte Aussage von BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke legte dies nahe. Laut Medienberichten gibt es für diese Rolle vier mögliche Kandidaten.

Watzke gab bei Wontorra – Der Fußballtalk Einblick in die Personalplanungen des BVB für den kommenden Sommer: „Vielleicht brauchen wir einen Spieler mehr in der Mannschaft, der ein bisschen böser guckt oder bei dem du das Gefühl hast, dass du vielleicht besser nicht auf ihn zuläufst.“ Ein solcher Spielertyp geht den Borussen in der laufenden Spielzeit ab, ein Idealbild welche Art Spieler nächste Saison vor der Abwehr für den BVB auflaufen soll hat der Dortmunder Geschäftsführer aber bereits: „Solche Spieler gibt es. Das beste Beispiel war für mich immer Xabi Alonso.Ich hab den immer verehrt, obwohl er bei Bayern gespielt hat. Aber du wusstest genau, wenn einer auf den zugeht – bestenfalls bekommst du einen Freistoß.“

Fabinho könnte teuer werden

Die Aussagen des 58-Jährigen hat die Bild nun zum Anlass genommen um über vier mögliche Kandidaten zu spekulieren, der erste Name auf der Liste ist Fabinho. Der defensive Mittelfeldspieler vom AS Monaco qualifiziert sich laut der Zeitung für den Job vor allem durch seine beachtliche Anzahl an gelben Karten, in bislang 221 Spielen in seiner Profikarriere sammelte der 24-Jährige 50 gelbe Karten. In Dortmund ist der Brasilianer kein Unbekannter, in der vergangenen Saison stand er für Monaco im Viertelfinale der Champions-League gegen den BVB auf dem Platz.
Nach Angaben des Blattes würde ein Wechsel aber aufgrund des langen Vertrages teuer, Fabinho steht im Fürstentum noch bis 2021 im Wort, würde angeblich mindestens 70 Millionen Euro kosten. Zudem ist er absoluter Stammspieler, absolvierte in dieser Saison bereits 34 Spiele für Monaco in denen er  seine Torgefahr bewies, er erzielte fünf Treffer und bereitete fünf weitere vor.

Can geht wohl zu Juve

Ähnlich stellt sich die Lage beim nächsten Kandidaten dar. Emre Can, der bereits vor der Saison mit dem BVB in Verbindung gebracht wurde, kennt zwar die Bundesliga durch seine Zeit bei Bayern und Leverkusen und wäre deswegen ein geeigneter Kandidat, wie die Bild meint, allerdings soll sich er bereits mit Juventus Turin auf einen ablösefreien Transfer im Sommer geeinigt haben.

Illaramendi als torgefährlichere Variante Alonsos?

Am ähnlichsten ist Watzkes Vorbild Xabi Alonso wohl Asier Illaramendi. Der 27-Jährige wird als der „Klon“ des früheren Bayernspielers bezeichnet, er ist zweikampfstark, ballsicher und überdies torgefährlich. In 22 Spielen für Real Sociedad traf er bereits sechsmal, bewies zudem mit vier Torvorlagen seine Qualitäten als offensiver Spielgestalter. Bei seinem Heimatverein Sociedad steht Illaramendi noch bis 2021 unter Vertrag, sollte er also ein ernsthafter Kandidat für den BVB sein, dann dürfte auch er nicht billig werden.

Gerüchte um Dendoncker nicht neu

Als letzten Kandidaten bringt die Bild Anderlechts Leander Dendoncker ins Spiel. Der 22-Jährige wurde bereits in der Saison 2016/2017 mit dem BVB in Verbindung gebracht, würde durch seine Zweikampfstärke und Passgenauigkeit das Dortmunder Anforderungsprofil erfüllen. Im Herbst letzten Jahres gab es erneut Gerüchte über einen Wechsel. Im Mittelfeld des RSC ist Dendoncker gesetzt, absolvierte wettbewerbsübergreifend 32 Spiele in denen er einmal traf und vier Tore vorlegte. In Anderlecht steht er noch bis 2021 unter Vertrag.

Weigl als interne Lösung?

Wie realistisch diese Spekulationen um einen sogenannten „Krieger“ im Dortmunder Mittelfeld sind, das erscheint allerdings offen, verwies Watzke doch bei Wontorra auch darauf, dass der Klub möglicherweise bereits über einen solchen Spielertypen verfüge: „Vielleicht brauchen wir so einen, vielleicht aber auch nicht, weil Julian Weigl auf der Position spielt. Der hat noch nicht diese Erfahrung wie Xabi Alonso und vielleicht nicht die Figur. Vielleicht braucht er noch drei, vier Kilo mehr und muss noch etwas böser werden.“

Über Stefan Katzenbach

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