Bundesliga

Michael Preetz: 20 Jahre Hertha BSC Berlin

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München – Michael Preetz ist ein Gesicht bei Hertha BSC Berlin. Seit 20 Jahren ist der heutige Manager im Verein mit dabei – und konnte sich auch von den harten Rückschlägen 2010 und 2012, als der Hauptstadtklub jeweils abstieg, erholen. In Zusammenarbeit mit Trainer Pal Dardai wurde der Kader umgekrempelt – und somit die Europa League erreicht.

„Dickkopf“ Michael Preetz wäre fast bei Austria Salzburg gelandet

Preetz war schon als Spieler, wie er selbst im kicker sagte, sehr unangenehm für die Trainer. Der ehemalige Stürmer stand in Profizeiten schon für klare Worte und großen Ehrgeiz. Dabei wäre die Ehe mit der Hertha beinahe nicht zustande gekommen: „Ich wäre zu Austria Salzburg gegangen. Das war eine Geschichte, mit der ich mich intensiv befasste.“

Berliner Rekordtorschütze

Ein Anruf von Jürgen Röber sorgte für ein Umdenken und für den Beginn einer Beziehung, die bis heute hält. Preetz ist Rekordtorschütze bei den Berlinern, traf in 196 Partien 84mal und überholte damit in seiner letzten Spielzeit Erich Beer, der 83 mal einnetzte.

Wolfsburg warb intensiv um Preetz

Der 48-Jährige musste allerdings sechs Jahre lang warten, bis Dieter Hoeneß abtrat und er mehr  Verantwortung übernehmen durfte. In diesen „Lehrjahren“, wie er sie bezeichnet, gab es Angebote aus Wolfsburg, Cottbus und Hannover. Preetz entschied sich jedoch zum Bleiben und konnte so sein Netzwerk ausbauen und im Schatten von Hoeneß lernen. Allerdings fühlte er sich nicht immer fair behandelt und hörte durchaus genauer hin, als die Wolfsburg anfragten.

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Abstieg 2012 als „schwärzeste Stunde“

In verantwortlicher Position musste er Lehrgeld bezahlen, vor allem den Abstieg 2012 in Düsseldorf bezeichnet der Manager als „schwärzeste Stunde in 20 Jahren Hertha.“ Allerdings stand das Präsidium hinter Preetz und so gelang, wie er heute mit Rückblick auf diese schwierigen Jahre zufrieden sagen kann, der „Turnaround.“

Preetz will Titel gewinnen

Mit den Berlinern verfolgt er weiterhin große Ziele – die Sehnsucht nach Titeln schwebt nicht nur bei ihm über allem. Die vergangene Pokalsaison habe Lust auf mehr gemacht und dieses Verlangen noch geschürt. Von solchen Pokal-Halbfinal-Abenden wie gegen Borussia Dortmund möchte Preetz mehr, auch wenn am Ende die Partie 0:3 verloren ging. Das Ziel von Preetz: Das Gerüst verstärken und „noch sichtbarer werden in der Stadt und in die Mitte Berlins rücken. Denn dort sind wir noch nicht.“

Über Christopher Michel

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