Bundesliga

Mölders: „Das ist Quatsch!“

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München – Die Formkurve beim FC Augsburg zeigt in Bundesliga und Europa League steil nach oben. Nur für Publikumsliebling Sascha Mölders gilt dies nicht, denn der Angreifer wurde in dieser Saison kaum mehr für den Kader der Dreirosenstädter berücksichtigt. Nun klärt Mölders in einem Interview mit der Sport-Bild über seine Gefühlslage auf und räumt offenbar eine Falschmeldung aus.

Mölders zeigt sich irritiert

„Um ehrlich zu sein: Ich kann es Ihnen nicht beantworten. Ich weiß nur, dass ich außen vor bin und alles ganz anders läuft, als ich es mir vorgestellt habe“, äußerte sich Mölders in der Sport-Bild auf die Frage, weshalb er nicht zum Zug beim FC Augsburg kommt.

Mölders: „Das ist Quatsch“

Und der ehemalige Aufstiegsheld des FCA legte, angesprochen auf die Nichtberücksichtigung durch Trainer Markus Weinzierl, nach. „Ich weiß es nicht. Ich habe dafür keine Begründung erhalten. Zuletzt war ich ja nicht einmal mehr im 18er-Kader dabei. Ich habe monatelang nichts zu meiner Situation gesagt, aber nachdem ich zuletzt auch immer wieder gelesen habe, dass ich verletzt sei, reicht es jetzt: Das ist Quatsch!“, stellte der 30-Jährige klar und beklagte: „Ich bin topfit, aber ich werde einfach nicht mehr berücksichtigt.“

Weinzierl strich ihn aus dem Kader für die Europa League

An den ersten sechs Bundesliga-Spieltagen kam Mölders noch zu vier Kurzeinsätzen, danach konnte er sich auf dem Spielfeld nicht mehr beweisen. Auch aus dem Kader der Europa League wurde der Stürmer gestrichen. Dabei war für Mölders die Saison-Vorbereitung gut angelaufen. Er traf im DFB-Pokal für die Augsburger gegen Elversberg und machte laut eigener Aussage die meisten Tore für den FCA in den Testspielen. Er fühlte sich der Startelf nahe, weshalb er auch Angebote von anderen Vereinen wie Zweitligist 1. FC Nürnberg ausschlug. „Dann kam der 31. August – und ich wurde plötzlich nicht mehr gebraucht. Ich kam mir vor wie im falschen Film“, gab Mölders in seine Gefühlswelt Einblicke.

„Habe jahrelang die Knochen hingehalten“

Dennoch herrsche zu FCA-Coach Weinzierl ein gutes Verhältnis, stellte Mölders klar und sagte: „Aber natürlich bin ich enttäuscht davon, dass es so weit kommen konnte. Ich habe jahrelang die Knochen hingehalten, alles gegeben. Und jetzt werde ich nicht mehr beachtet.“ Scheinbar anders steht es um das Verhältnis zu Stefan Reuter, Mölders wollte sich zum Manager der Augsburger nicht äußern.

Bildgalerie: Rekordspieler des FC Augsburg

Mölders macht sich nun um über einen Vereinswechsel im Winter Gedanken, auch wenn zunächst sein Plan anders ausgesehen hatte: „Mein Vertrag läuft bis 2017. Ich wollte hier meine Karriere beenden. Doch so kann es nicht weitergehen. Ich will noch drei, vier Jahre spielen. Die Situation ist natürlich so, dass ich mir jetzt alles anhöre.“

Vom Stammspieler zum Bankwärmer

Im Sommer 2011 war Mölders vom FSV Frankfurt nach Augsburg gewechselt. Beim FCA entwickelte sich der 30-Jährige zum Publikumsliebling und zählte zu den Aufstiegshelden der Fuggerstädter. Nun könnte die einst glückliche Liaison schnell enden.

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Über Sebastian Voichtleitner

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