Nationalmannschaft

Nach Kritik von fussball.news: Erhält Stindl doch seine Chance? – Löw lenkt bei „Jugendwahn“ ein

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München – Bundestrainer Joachim Löw schlägt neue Töne an nach der unter den Fußball-Portalen nur von fussball.news ausführlich belegten Kritik, er setze zu sehr auf junge Spieler und nominiere nicht die besten Spieler des Landes für die Nationalmannschaft.

Löw rechtfertigt Nominierung von jungen Spielern

Löw gestand den Fakt auf der Pressekonferenz vor dem WM-Qualifikationsspiel gegen San Marino indirekt sogar ein. So rechtfertigte er sich zunächst dafür, dass er sieben Spieler im Alter von unter 22 Jahren für die Nationalmannschaft nominiert habe. Die jungen Spieler seien sehr gut ausgebildet und würden auch in ihren Klubs regelmäßig Spielpraxis erhalten. „Das war, als ich vor zehn, zwölf Jahren beim DFB angefangen habe, noch nicht so“, sagte Löw. Es habe demnach ein Umdenken bei den Klubs stattgefunden. Nun wolle er junge Spieler immer wieder testen und sehen, ob sie auch den Sprung in die Nationalmannschaft dauerhaft schaffen.

Löw betont: Er muss die besten Spieler nominieren

Allerdings versicherte er vor versammelter Presse, dass er vor großen Turnieren sehr wohl die besten Spieler des Landes nominieren wolle und müsse. „Beim Turnier geht es in erster Linie nicht um die Altersstruktur, es geht darum, 23 Spieler zu nominieren, die die besten des Landes auf ihrer jeweiligen Position sind. Wenn also ein 28-Jähriger besser ist, dann erhält er den Vorzug.“

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Da gibt es noch ein, zwei Spieler…

Löw merkte dabei an, dass es da noch ein, zwei Spieler in diesem Alter gebe, die infrage kommen könnten. Faktisch klar ist: Gladbachs Angreifer Lars Stindl (28) ist seit zweieinhalb Jahren besser in nahezu allen Belangen als Schalkes Max Meyer (21). Stindl wurde noch nie von Löw nominiert, Meyer wird es nun regelmäßig. Lässt Löw seinen Worten Taten folgen, wird Stindl, der zu den besten fünf deutschen Scorern in der Bundesliga über einen Zeitraum von mehr als zwei Jahren zählt und Kapitän von Champions-League-Starter Gladbach ist, 2017 eine Einladung zum DFB-Team erhalten. Und auch Dortmunds Gonazlo Castro dürfte sich Hoffnung machen, auch wenn er „schon“ 29 ist.

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