Bundesliga

Neuer FCI-Trainer: Ingolstadt überrascht mit Entscheidung und widerspricht sich selbst

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München – Maik Walpurigis ist der neue Cheftrainer des FC Ingolstadt. Der 43-Jährige besitzt als Trainer noch keine Bundesliga-Erfahrung – die Verantwortlichen des FCI überraschen mit ihrer Entscheidung.

Vertrag bis 2018

Walpurgis erhält einen Vertrag bis 2018, der nur für die Bundesliga gilt. „Die Bundesliga ist für mich immer das große Ziel gewesen. Heute ist daher ein besonderer Tag für mich“, betonte Walpurgis. Er ergänzte: „Es steht eine Ist-Analyse an, dann fokussieren wir uns voll auf unsere Aufgaben. Die Jungs müssen richtig Lust auf Fußball haben!“ Als neuen Co-Trainer verpflichteten die Schanzer Ovid Hajou. Michael Henke bleibt ebenfalls Assistenztrainer.

Zuletzt in Osnabrück tätig

Walpurgis, der auf Markus Kauczinski folgt, war zuletzt als Trainer des Drittligisten VfL Osnabrück (2013-2015) tätig. Zuvor hatte er die Sportfreunde Lotte fünf Jahre lang betreut (2008-2013) und scheiterte nach der Regionalliga-Meisterschaft nur knapp in der Aufstiegsrelegation an RB Leipzig (Rückspiel 2:2 n.V., 0:2 im Hinspiel). Zu seinen früheren Stationen zählen unter anderem Arminia Bielefeld II (2003-2005), Gütersloh (2002-2003) sowie sein Heimatverein, der SC Herford (1991-1998). Sportchef Thomas Linke erklärte: „Es hat noch kein Verein geschafft, mit unserem aktuellen Punktestand die Klasse zu halten. Wir wollen wieder Geschichte neu schreiben.“ Er betonte: „Maik ist ein sehr ehrgeiziger Trainer und bringt eine klare Spielphilosophie mit, die uns überzeugt hat.“

Gärtner: Walpurgis hat überzeugt

Harald Gärtner, Geschäftsführer Sport und Kommunikation, sagte: „Unser Weg, den wir nun schon einige Jahre beschreiten, war manchmal steinig, aber wir wurden in der Vergangenheit dafür belohnt. Wir spielen unser zweites Jahr in der Fußball-Bundesliga, auch dank vieler junger und hungriger Trainer und Spieler mit Potenzial und dem Willen, dorthin zu kommen. Wir haben uns nun auch auf der Trainerposition für einen Mann mit viel Ehrgeiz und Vision entschieden, der alle Gremien in den Gesprächen auf ganzer Linie überzeugt hat.“

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Eigentlich sollte erfahrener Trainer kommen

Die Entscheidung des FCI überrascht. Gehandelt wurde Kandidaten wie Andreas Herzog (USA Co-Trainer), Andre Breitenreiter (ehemals Schalke) oder auch der Grazer Franco Foda. Und: Geschäftsführer Gärtner hatte betont, die Schanzer würden nun einen Trainer mit Bundesliga-Erfahrung suchen: „Wir brauchen einen, der die Liga kennt, der weiß, worauf er sich einlässt.“ Mit Walpurgis holte man nun einen Trainer, der noch unerfahrener als Vorgänger Kauczinski ist.

Über Daniel Michel

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