Bundesliga

Nouri gibt Pizarro keine Stammplatz-Garantie und sieht Gnabry auf dem Weg in die Nationalmannschaft

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München – Alexander Nouri hat mit dem 2:1 über Leverkusen einen guten Start als Cheftrainer von Werder Bremen hingelegt. Zudme hat er zwei Spieler „wachgeküsst“, die unter Vorgänger Viktor Skripnik noch keine Rolle spielten: Izet Hajrovic und Ousman Manneh. Doch was wird aus ihnen, wenn arrivierte Spieler wie Claudio Pizarro nach ihrer Verletzungspause wieder zurückkehren? Zudem sieht Nouri Angreifer Serge Gnabry auf dem Weg in die Nationalmannschaft.

Nouri: „Habe Vorliebe für Leistung“

Nein, er habe keine Vorliebe für „Ausgestoßene“, betonte Alexander Nouri im Interview mit dem kicker. „Ich habe eine Vorliebe für Leistung, für Identifikation, für Teamspirit. Für Spieler, die bereit sind, ihr Ego fürs Team zu opfern.“ Und so hätten sich eben die Offensiv-Akteure Izet Hajrovic und Ousman Manneh in den Profi-Kader und in die Startelf zurückgekämpft. Über Hajrovic sagte Nouri: „Ich habe ihm nichts geschenkt. Gleich in den ersten Einheiten bei mir war er ungemein präsent, hat viel investiert, tolles Engagement gezeigt. So hat er Argumente geliefert. Er hat sich selbst beschenkt. Ich habe ihn nur unterstützt.“ Und über Ousman Manneh, der zuletzt gegen Leverkusne traf, sagte Nouri: „Ich hatte einen Stürmer vor Augen, der sehr viel Laufarbeit verrichten und viel für die Defensive tun muss. Diese Attribute haben auf Ousman gepasst, der in der U 23 konstante Leistungen abgerufen hatte. Daher habe ich ihm das Vertrauen geschenkt, weil er das Profil erfüllte.“

Wie geht es mit Pizarro weiter?

Wenn nun Claudio Pizarro nach Verletzungspause die kommenden Wochen wieder in den Kader rückkehrt, scheint es einen großen Konkurrenzkampf im Angriff zu geben.Nouri jedenfalls wollte Pizarro keinen Stammplatz garantieren: „Es ist müßig, sich jetzt darüber den Kopf zu zerbrechen. Wir müssen Geduld haben und abwarten, wann und in welcher Verfassung diese Spieler zurückkommen“, wicher der Frage aus, ob Manneh für Pizarro weichen müssen. „Wenn es so weit ist, müssen wir kreativ sein. Wir müssen sehen, wie wir uns als Mannschaft ausrichten“, so Nouri, der ergänzte: „Klar ist: Von Claudio Pizarro kann ich nicht die Laufarbeit verlangen, die ein Ousman Manneh leistet.“

Es könnte sein, dass Stars wie Pizarro oder Max Kruse aus taktischen Gründen auf der Bank sitzen. Nouri blieb nochmals vage: „Wenn ich mich richtig erinnere, hat Claudio in der Vorsaison erst in der Rückrunde zu seiner Form gefunden … Wie gesagt: Wenn es so weit ist, wird gemeinsam mit den Spielern entschieden, was das Beste für die Mannschaft ist.“

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Gnabry auf dem Weg zu Löw?

Über Angreifer Serge Gnabry geriet Nouri ins Schwärmen. „Wenn man sieht, wieviel die Außenstürmer in der Bundesliga inzwischen mit nach hinten arbeiten müssen, um Kompaktheit zu generieren, sind diese Fähigkeiten total wichtig“, lobte Nouri auch die Defensivarbeit von Gnabry. Seinen Schützling sieht er bald im Nationalteam. „Ich traue ihm das absolut zu“, so Nouri, der aber einschränkte: „Wir sollten aber im Umgang mit ihm trotzdem eine gewisse Geduld und Bodenständigkeit behalten.“ Nouri schätzt zudem die Flexibilität von Gnabry: „Als wir gegen Darmstadt umgestellt haben, er mehr im Zentrum war, sich die Bälle teilweise etwas tiefer geholt hat, fand ich ihn auch richtig stark. Das zeigt, dass er ein großes Repertoire hat, in seiner Spielweise unausrechenbar ist.“

Über Daniel Michel

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