2. Bundesliga

Nutzt Braunschweig noch seine „theoretische Chance“ auf den Aufstieg?

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Am letzten Spieltag der 2. Bundesliga empfängt Eintracht Braunschweig den bereits abgestiegenen Karlsruher SC. Für die heimischen Löwen ist der direkte Aufstieg rein rechnerisch noch möglich. Bei den Badenern hingegen laufen die Planungen für die 3. Liga bereits auf Hochtouren.

Wiedergutmachung angesagt

Was war das nur für ein Spiel? Am vergangenen Wochenende unterlag Eintracht Braunschweig völlig desolat bei der abstiegsbedrohten Arminia aus Bielefeld mit 0:6. „Wir mussten in uns gehen, haben das Spiel aber aus den Kleidern geschüttelt“, sagte Trainer Torsten Lieberknecht nun vor dem Spiel gegen den Karlsruher SC. Am Sonntag (15.30 Uhr) gilt es für Braunschweig, im letzten Spiel der Saison die Mini-Chance auf den direkten Aufstieg in die Bundesliga zu nutzen. Drei Punkte Rückstand haben die Löwen auf Hannover 96 – jedoch auch ein um sechs Tore schlechteres Torverhältnis. „Theoretisch gibt es noch Chancen“, sagte Lieberknecht. Er hoffte: „Es gibt auch immer mal kuriose Dinge – gerade am letzten Spieltag.“

„Wollen unbedingt gewinnen“

Die Marschrichtung gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten aus Karlsruhe ist klar. „Wir wissen zwar nicht, was uns am Sonntag erwartet. Aber wir wissen, dass wir gegen den KSC unbedingt gewinnen wollen“, so Lieberknecht. Für Phil Ofosu-Ayeh und Joseph Baffo kommt das Spiel am Sonntag definitiv zu früh. Letztgenannter wird am Samstag wieder voll ins Mannschaftstraining einsteigen. Gut sieht es für das letzte Saisonspiel bei Maximilian Sauer aus, der zuletzt mit einer Sprunggelenksverletzung ausgefallen war. „Es brodelt in der Stadt“, so Lieberknecht über die Vorfreude in der Stadt, „wir haben definitiv noch drei Chancen auf den Aufstieg.“ Gemeint sind damit auch die beiden möglichen Relegationsspiele gegen den Tabellen-Sechzehnten der Bundesliga. Seit Samstag ist klar, dass der VfL Wolfsburg in die Relegation muss. Es käme zum brisanten Niedersachsen-Derby.

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„Schweres Spiel“ für den KSC

Die Gäste aus Karlsruhe können mit rund 700 KSC-Fans rechnen, die sie in Braunschweig gebührend aus der 2. Liga verabschieden. Vier Spieler muss Trainer Marc-Patrick Meister dabei ersetzen. Ausfallen werden Schlussmann Dirk Orlishausen, Marcel Mehlem, Manuel Torres und Jonas Meffert. „Es wird ein richtig schweres Spiel. Unser Fokus lag in diese Woche auf dem Sport und auf unsere jungen Spieler“, sagte Meister vor der Partie. Aus den letzten zehn Spielen haben die Blau-Weißen lediglich eines gewonnen sowie acht Niederlagen kassiert.

Krebs zieht von Dannen

Parallel laufen die Planungen für die Mission Wiederaufstieg in Karlsruhe bereits. Auf einen Leistungsträger muss der KSC kommende Saison aber verzichten. Denn sein letztes Spiel im Trikot des KSC wird Gaetan Krebs absolvieren. Der 31-jährige Franzose hat seinen auslaufenden Vertrag nicht verlängert. „Er möchte weiter höherklassig spielen und hat demnach nicht verlängert“, sagte Sportvorstand Oliver Kreuzer. Auch David Kinsombi wird seinen Vertrag am Wildpark nicht verlängern.

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