England

Özil will die Zehn zurück

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München – Mesut Özil ist derzeit in Topform. Der 27-jährige deutsche Nationalspieler führt mit 13 Vorlagen die Wertung in der Premier League an.

Özil topfit

„Es läuft sehr, sehr gut. Ich würde sagen, es ist die bisher stärkste Saison, seit ich beim FC Arsenal bin, aber nicht, dass es die stärkste Phase meiner Karriere war. Ich habe auch in der Vergangenheit und bei meinen anderen Vereinen meine Leistungen gebracht und super Saisons gespielt“, sagte Özil im Interview mit dem kicker und führte aus: „Jetzt ist es so, dass mir das auch in England gelingt. Ich glaube, dass ich auf einem sehr guten Weg bin, aber erst am Ende dieser Saison ist es ein guter Zeitpunkt, um Bilanz zu ziehen.“

Keine Verletzung

Die Gründe, warum es für den Mittelfeldstar von Arsenal London nun besser läuft, lieferte Özil selbst gleich mit: „Dass dies in der letzten Saison nicht so gelang wie jetzt, lag vor allem daran, dass ich vor genau einem Jahr zum ersten Mal in meiner Karriere schwer verletzt war und drei Monate nicht Fußball spielen konnte. Jetzt habe ich keinerlei Blessuren, fühle mich körperlich sehr fit“, berichtete Özil.

Vorbereitung als Plus

Doch nicht nur dies spielt ihm in die Karten. „Ganz wichtig war die Vorbereitung, weil ich anders als nach der WM das komplette Trainingslager mit der Mannschaft durchziehen und mich auf einhundert Prozent bringen konnte“, so der 27-Jährige weiter. Und auch in Sachen Lebensführung hat er dazu gelernt.

„Ich achte einfach auch bei Kleinigkeiten in meinem Leben noch mehr und genauer auf mich als zuvor. Beispielsweise, dass ich mich auch an freien Tagen von den Physios behandeln lasse und auf einen guten Schlaf achte. Das ist hier auch notwendig. Die Premier League ist die schnellste Liga der Welt, wir haben ständig englische Wochen und keine Winterpause“, ergänzte Özil.

„Barca wird richtig schwer“

Warum es auch für Arsenal diesmal in der Premier League besser läuft als in den vergangenen Jahren, schreibt der deutsche Nationalspieler der Weiterentwicklung des Teams zu. „Wir haben aber mit Arsenal in den letzten beiden Jahren gegen die sogenannten Großen immer Punkte liegen gelassen, und da war es so, dass ich immer in den Mittelpunkt geriet. Jetzt sind wir als Mannschaft aber dazu in der Lage – unser ganzes Spiel funktioniert auch gegen die großen Gegner. Deshalb stehen wir so weit oben“, urteilte Özil, der im September 2013 von Real Madrid zu Arsenal gekommen war.

Auch in der Champions League traut er seiner Mannschaft einiges zu, obwohl es im Achtelfinale gegen Barcelona geht. „Barca ist der Titelverteidiger und war zuletzt in Top-Form. Das wird richtig schwer. Mal sehen, wie gut sie im Frühjahr drauf sind. Aber wir haben zu Hause zum Beispiel auch den FC Bayern besiegt, auch wenn es in München dann wieder anders aussah“, sagte Özil.

„Ich will auf die Zehn“

In Sachen Nationalmannschaft wünscht sich der Mittelfeldspieler eine Rückkehr auf seine Lieblingsposition hinter den Spitzen. „Generell ist es so, dass ich auf der Zehn spielen will und dort auch am besten spiele. Das habe ich immer wieder gezeigt, bei Arsenal und auch in den letzten Länderspielen. Der Bundestrainer weiß, wo ich mein Potenzial am Besten ausschöpfen kann“, betonte Özil an.

Für die Europameisterschaft im Sommer in Frankreich ist er zuversichtlich. „Wir sind ja nicht durch Zufall Weltmeister geworden, sondern völlig zu Recht, weil wir über Jahre konstant gespielt haben“, sagte Özil und versicherte: „Deshalb kann nur der EM-Titel unser Ziel und Anspruch sein. Ich weiß durch unseren Turniersieg mit der U 21 im Jahr 2009, wie sich so ein EM-Titel anfühlt. Das will ich jetzt auch mit der A-Mannschaft erleben.“

Frankreich als Titel-Aspirant

Zu den ärgsten Konkurrenten um den Titel zählt Özil Gastgeber Frankreich. „Sie waren schon bei der WM unser schwerster Gegner, da hatten wir auch Glück, dass Manu so gut gehalten hat“, sagte der frühere Bundesligaprofi (Schalke, Bremen) und verkündete: „Aber wir haben als Mannschaft wie auch von unseren Einzelspielern her das Potenzial, den Titel zu gewinnen und dadurch eine Ära zu prägen.“

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