Bundesliga

Pep-Biograf: Guardiola nicht von CL-Titel besessen

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München – Seit klar ist, dass Pep Guardiola zu Manchester City wechseln wird, scheint der Medienrummel um den Bayern-Trainer noch größer geworden zu sein. Kritische Stimmen wurden zuletzt lauter. Sein Biograf Guillem Balagué gibt nun Einblicke ins Innenleben des Coachs.

Pep will Terrain gewinnen

„Aktuell ist er der Meinung, dass er an Terrain gewinnen und daher auf Angriff schalten muss“, sagt Balagué über den scheidenden Bayern-Trainer. Es sei ihm einfach danach, seinen Beruf und seinen Freiraum zu verteidigen, glaubt Balagué. „Mein Gefühl sagt mir, dass sich all das gerade ereignet, weil er geht“, mutmaßt er. Niemand sonst verlasse Bayern aus freien Stücken. Das sei nicht Usus. Darin sieht er einen Grund für aufkommende Stimmung. Pep sei eben der einzige Trainer der Welt, der sich seine Stationen frei auswählen kann, meint Balagué. „Und die Bayern waren sich bewusst, wen sie da holen“, sagte er der tz.

Champions League nicht das Wichtigste

Der Champions-League-Titel sei für den spanischen Trainer nicht das Entscheidende, meint der Biograf. „Er ist nicht besessen davon, die Champions League zu gewinnen, bevor er die Bayern verlässt. Seine Arbeit liegt in der Tagesroutine, und solange er damit zufrieden ist, wie er die Mannschaft verbessert und ihr seine Ideen eingeflößt hat, ist er im Reinen mit sich“, ist sich Balagué sicher.

Als Trainer noch besser geworden

Durch die Zeit bei Bayern sei Guardiola ein noch besserer Trainer geworden, glaubt Balagué. „Er ist jetzt nicht nur der Coach, der bei Barcelona erfolgreich war, sondern auch bei Bayern – und ist sich dabei treu geblieben“, sagte er. Mit Manchester City habe er sich einen Klub ausgesucht, der gerade dabei sei, Geschichte zu schreiben. „Somit steht er auch nicht im Schatten eines Sir Alex Ferguson oder eines Arrigo Sacchi. Nein, er wird zum Ferguson, Sacchi oder van Gaal von Manchester City werden“, sagte er. Manchester City sei in seinen Augen das größte Fußballprojekt der Geschichte: „Wie soll man da nein sagen?“

Über Carsten Ruge

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