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Guardiola akzeptiert Maulwurf: „Das ist so“

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München – Nach dem holprigen Start des FC Bayern München gegen den Hamburger SV (2:1) steht für den Rekordmeister am Sonntagabend das erste Heimspiel im neuen Jahr an. Gast in der Allianz Arena (Jubiläum, 500. Spiel) ist die TSG 1899 Hoffenheim. Vor der Partie war über die Medien durchgedrungen, dass intern beim Rekordmeister schlechte Stimmung herrsche. Guardiola werfe Spielern unprofessionelles Verhalten vor, zudem „brodle“ es in der Mannschaft.

Maulwurf-Affäre: „Das ist so. Es hilft nichts dagegen zu kämpfen“

Vor der Partie gegen Hoffenheim waren über den kicker Unstimmigkeiten in der Mannschaft der Bayern ans Licht gekommen. Ein nicht genannter Spieler soll geäußert haben, dass es im Kader „brodelt“. Das stößt bei Bayern-Trainer Pep Guardiola auf Unverständnis und nur bedingt auf Akzeptanz. „Ich habe das gleich in meinem ersten Jahr gemerkt. Wenn ich eine Besprechung habe, dann steht es am nächsten Tag in der Zeitung. Das ist so. Ich habe versucht, dagegen zu kämpfen, aber das bringt nichts. Ich bin kein Freund der Journalisten, habe keine Telefonnummer“, äußerte Guardiola dazu auf der Pressekonferenz vor dem Heimspiel. Im Vergleich zu anderen europäischen Top-Liegen sei es in Deutschland bezüglich der Medien aber „korrekt“.

Entnervter Trainer wegen undichter Stelle

Dass Guardiola nicht weiß, welcher Spieler das Leck im Team ist, dürfte den Trainer nicht fröhlich stimmen und für erhitzte Stimmung im Mannschaftsgefüge sorgen. „Wo spielt dieser Anonymus? Wo? Ist er Rechtsverteidiger oder Innenverteidiger? Oder nach vorne? Wo spielt er? Oder vielleicht ist er aus dem Staff? Ich kenne diesen anonymen Spieler nicht“, sagte der entnervte Katalane am Freitag.

Keine Titel holen, wenn Spieler nicht professionell sind

Zudem soll Guardiola laut Bild den FCB-Spielern Franck Ribery und Arturo Vidal  unprofessionelles Verhalten vorgeworfen haben. Der Chilene wäre zu oft bis spät in der Nacht unterwegs, der Franzose würde nicht ordentlich an seinem Comeback arbeiten. „Du kannst keine Titel holen, wenn die Spieler nicht professionell sind. Ich habe mit Matthias Sammer gesprochen, dass es nicht gut ist, wenn die Spieler in englischen Wochen nach England oder so reisen“, sagte Guardiola. Die Bayern-Spieler müssen sich drei Tage vor dem Verlassen Münchens beim Verein abmelden. Unter Hitzfeld, der diese Regel eingeführt hatte, waren es nur zwei Tage.

Wenig zu Gegner Hoffenheim

Mit Hoffenheim erwartet der Katalane eine „spielstarke“ Gästemannschaft. Das Spiel rückte bei der Pressekonferenz aufgrund der anderen Vorfälle und Gerüchte allerdings in den Hintergrund.

Über Felix Christmann