Bundesliga

Poulsen: Der Weg vom Innenverteidiger zum Stürmer

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München – Yussuf Poulsen zählte in der Hinrunde zu den unumstrittenen Stammspielern bei RB Leipzig und bestritt 15 der 16 Partien von Beginn an. Dabei ging dem Angreifer die Torgefahr fast völlig ab, nur beim 2:1-Heimsieg gegen den FC Augsburg durfte der Däne jubeln. Dafür hat er im kicker eine plausible Erklärung.

Poulsen: Von hinten nach vorne geschoben

Yussuf Poulsen hat seine Karriere in der Jugend nicht im Sturm, sondern sehr viel weiter hinten begonnen. „Früher war ich Innenverteidiger“, gibt der Däne zu und sieht darin einen Grund, weshalb ganz vorne manchmal der letzte Zug fehlen könnte. Unter Trainer Ralph Hasenhüttl war der Nationalspieler dennoch eine unumstrittene Größe im Angriff von RB Leipzig.

Erst Verteidiger, dann Stürmer

Poulsen erklärt seinen Weg im Detail: „Mit 14 wurde ich dann Außenstürmer, phasenweise auch Zehner. Erst mit 16 habe ich richtig im Sturm gespielt. Vielleicht habe ich deshalb nicht – wie so viele andere Neuner – diesen Drang, unbedingt Tore machen zu müssen.“

Uneigennütziger Poulsen

Freund und Konkurrent Davie Selke erinnert sich etwa an ein Spiel in der vergangenen Saison, als Poulsen ihm uneigennützig zum Führungstreffer gegen den 1. FC Nürnberg (Endstand: 1-3) auflegte: „Da passte Yussi frei vor dem Torwart zu mir, ich musste nur noch einschieben. Dass man so freistehend nur an den Pass zum Mitspieler denkt, ist für einen Mittelstürmer alles andere als selbstverständlich.“

Ziel: Mehr Tore erzielen

Poulsen will in der Rückserie vor dem gegnerischen Tor dennoch gefährlicher werden und setzt sich – etwas schmunzelnd – das Ziel, die Quote mindestens zu verdoppeln: „Vielleicht gelingt es mir ja sogar, die Quote zu verdreifachen.“ Während bei einer kicker-Umfrage zehn Prozent an einen Durchmarsch des Aufsteigers an die Spitze am FC Bayern München vorbei glauben, lehnen beide Stürmer diese Rolle ab. Poulsen sagt stellvertretend: „Wir zwei gehören nicht zu den zehn Prozent.“

Über Christopher Michel

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