Interview am Morgen

Ramelow: „Vizekusen? Hatte mich irgendwann daran gewöhnt“ – Teil II

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München – Bayer-Leverkusen-Legende Carsten Ramelow spricht im 2. Teil des Interviews mit fussball.news über die Chancen der Werkself auf den Meistertitel und über seine eigenen Zukunftspläne.

fussball.news: Was sind Ihre Pläne für die Zukunft? Würden Sie nicht doch gerne mal einen Job bei Bayer übernehmen?

Ramelow: Momentan nicht. Natürlich soll man im Fußball niemals nie sagen und ich weiß auch nicht, was in meinem Leben noch passieren wird, aber in der näheren Zukunft habe ich keine Pläne in diese Richtung. Ich lebe im Hier und jetzt und habe viel zu tun, denn ich will unsere Firma weiter nach vorne bringen. Das ist ein Bereich, der mir Riesenspaß macht – und das ist das Wichtigste. Natürlich bin ich offen für alles, denn Bayer ist mein Verein. Aber mein Herz schlägt auch für Hertha BSC, weil ich Berliner bin. Für einen Job käme allerdings nur Leverkusen in Frage. Momentan ist der Verein aber sehr gut aufgestellt.

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fussball.news: Es gibt in den vergangenen zehn Jahren außer Hans-Peter Lehnhoff, Rudi Völler und Rüdiger Vollborn nur wenige ehemalige Spieler in einer offiziellen Funktion im Verein. Bei Bayern München zum Beispiel ist das anders. Wie finden Sie das?

Ramelow: Das finde ich ein bisschen schade. Ehemalige Spieler wie Ulf Kirsten, Jens Nowotny oder ich waren Persönlichkeiten im Klub und könnten einiges bewegen. Es gibt viele große Themen wie Tradition, wo wir als Aushängeschilder des Vereins fungieren könnten. Aber das passiert einfach nicht. Ehemalige Spieler haben immer Potenzial, aber in Leverkusen sieht man das nicht so. Selbst Ulf hat aufgehört als Cheftrainer der Amateure. Aber wer weiß, was die Zukunft bringt.


YOUTUBE-Video transfermarkt.de: Die Traumelf von Carsten Ramelow


fussball.news: Wo landet Bayer Leverkusen in der neuen Saison?

Ramelow: Es wird so werden wie die vergangenen Jahre. Erst kommen die Bayern, dann Borussia Dortmund und dann neben einigen anderen Mannschaften Leverkusen. Zu meiner Zeit gab es vorne noch Bremen oder den Hamburger SV, die fallen jetzt leider weg. Da hätte jeder Meister werden können. Heute hat sich vieles verändert. Der VfB Stuttgart spielt leider in der 2. Liga. Die kleinen Vereine dagegen wie der FC Ingolstadt oder Darmstadt 98 finde ich klasse. Schalke erlebt gerade auch eine neue Phase mit neuem Trainer und Sportchef. Dort fehlt aber ähnlich wie in Leverkusen der letzte Punch für den ganz großen Schritt. Es gibt in der Vergangenheit keine Stabilität bei S04 und es sind zu viele Schwankungen drin. Spannend ist es nur unten im Abstiegskampf.

fussball.news: Was wünschen Sie Bayer?

Ramelow: Ich wünsche dem Klub nur das Beste. Ich habe dort tolle Menschen kennengelernt. Es ist ein top geführter Verein und ich drücke weiter alle Daumen. Vielleicht gelingt ja mal der ganz große Wurf mit einem Titel. Und ich würde mich am meisten freuen, wenn der Verein in der Champions League auch mal bis ins Viertelfinale oder Halbfinale vordringen würde. Das wäre klasse!

TEIL I DES INTERVIEWS MIT CARSTEN RAMELOW BEI FUSSBALL.NEWS FINDEN SIE HIER:

Über Reinhard Franke

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