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Rauball fordert Aufnahme des Sports ins Grundgesetz: „Kitt der Gesellschaft“

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DFL-Präsident Reinhard Rauball fordert eine Stärkung der gesellschaftlichen Rolle des Sports in Deutschland und deren Verankerung im Grundgesetz.

„Ich halte es für wichtig, explizit festzuhalten, was der Fußball leistet. Aus meiner Sicht gibt es kaum andere gesellschaftliche Institutionen, die ähnliche Möglichkeiten hätten wie der Fußball mit 25.000 Vereinen in Deutschland“, sagte Rauball der Süddeutschen Zeitung (Samstagausgabe).

Fußball ist laut Rauball ein Kulturgut: „Gehen Sie doch mal am Wochenende in die Stadien und über die Amateurplätze: wie viele Spieler aus wie vielen Ländern, aus wie vielen Familien dort meist ohne Reibungsverluste miteinander Fußball spielen. Wie sie miteinander umgehen, auch nachher, in der dritten Halbzeit“, sagte der 71-Jährige: „Der Staat muss viel Geld ausgeben für solche Themen und erreicht dabei trotzdem kaum eine solche Effizienz wie der Fußball.“

Rauball bezeichnete den Fußball als „Kitt für die Gesellschaft. Schauen Sie sich die politischen Parteien an, die schmelzen ab, was die Mitgliederzahlen angeht. Die Gewerkschaften haben Probleme, oder nehmen Sie die Kirchenaustritte über all die Jahre“, meinte der Präsident von Borussia Dortmund: „Und deshalb lautet unser Angebot an die Gesellschaft: Nutzt die Möglichkeiten, die der Fußball bietet. Stärkt auch das ehrenamtliche Element, damit die Struktur erhalten bleibt.“

 

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