Bundesliga

Regäsel: „Der Trainer müsste mir mal eine Chance geben“

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München – Yanni Regäsel ist in dieser Saison bei Eintracht Frankfurt kontiniuierlich außen vor, absolvierte bislang nur 120 Minuten im Pokal gegen den FC Ingolstadt (4:1 i.E.) für Eintracht Frankfurt. Für den Rechtsverteidiger hat dies nicht nur mit seiner Verletzung zu tun, wie er nun erklärte.

Keine Kommunikation zwischen Kovac und Regäsel?

Am 30. April ging eine lange Leidenszeit für Yanni Regäsel zu Ende. In der Partie gegen die TSG Hoffenheim (0:1) stand er erstmals wieder seit Ende Oktober (damals beim 0:0 gegen Gladbach) im Kader der Frankfurter Eintracht, zum Einsatz kam er allerdings nicht. Zu erklären wäre die geringe Einsatzzeit des 21-Jährigen beispielsweise mit seinen Hüftproblemen, die ihn zu dieser langen Pause zwangen und nun einen Einsatz aufgrund des Trainingsrückstandes noch zu früh erscheinen lassen. So sieht es Regäsel anscheinend auch selbst: „Im letzten Sommer war ich hinten dran, dann kam die Verletzung“, sagte er gegenüber der Bild, fügte dann aber hinzu: „Aber ich trainiere gut, bin immer früher da, bleibe länger und mache viel zusätzlich. Also müsste der Trainer mir mal eine Chance geben.“

Chandler ist gesetzt

Für Trainer Niko Kovac war dies bislang allerdings kein Thema, auch weil der auf rechts gesetzte Timothy Chandler und sein Stellvertreter Guilhermo Varela bislang wenig Argumente für einen Wechsel hinten rechts in der Abwehrkette lieferten. Für den ehemaligen Herthaner ist die Situation vor allem aufgrund der Unklarheit über die Gründe der Nicht-Berücksichtigung schwierig: „Ich bin aber kein Spieler, der zum Trainer rennt und fragt: ‚Was ist los? Warum spiele ich nicht?‘ Ich erwarte, dass der Trainer zu mir kommt und mir sagt, wie er mich sieht und wo ich stehe“, sagte er mit Verweis darauf, dass auch mit anderen Spielern über ihre Situation gesprochen würde.

Bobic bleibt gelassen – Regäsel träumt von Kaderplatz im Pokalfinale

Für Sportvorstand Fredi Bobic ist diese Aussage Regäsels kein großes Problem: „Er ist ein junger Spieler, will unbedingt wieder spielen. Das ist normal“, sagte er und hatte noch einen Tipp für den Abwehrspieler: „Aber wir sind keine Einbahnstraße. Wenn er Informationen haben will, kann er ja auch kommen und sie sich holen“, sagte er gegenüber der Bild. Ob Regäsel über den Sommer hinaus bleibt, ist trotz Vertrag bis 2019 offen, ein vorzeitiger Abgang ist aber zumindest für ihn kein Thema: „Wenn der Trainer sagen würde: ‚Wir setzen nicht auf dich…‘ Dann tschüs! Aber so lange das nicht der Fall ist, bleibe ich. Ich will mich bei Eintracht durchsetzen, ich bin ein Kämpfer.“ Kämpfen will er auch, um beim Pokalfinale in seiner Heimatstadt zumindest von der Bank aus dabei sein zu können: „Ein Traum, wenn ich im Kader sein könnte. Es gibt viele Menschen, die im Stadion sein werden und die mir früher Steine in den Weg gelegt haben. Deshalb wäre es schon eine Genugtuung.“

Über Stefan Katzenbach

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