Borussia Dortmund

Reus will weiter auf der „10“ spielen

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Marco Reus hat bei seinem Comeback gegen den Hamburger SV (2:0) hinter den Spitzen ein starkes Spiel abgeliefert. Der „gefühlte Neuzugang“ soll dem Klub im Frühjahr helfen, die großen Ziele Champions-League-Qualifikation und Europa-League-Sieg zu verwirklichen. Seinen neu gewonnenen Platz will er nicht wieder hergeben.

„Ich fühle mich auf der 10 eigentlich am wohlsten. Da habe ich auch meine besten Leistungen gebracht“, sagte Reus gegenüber Sport Bild. Er war gegen den HSV sofort wieder im Spiel, die monatelange Verletzungspause nach dem im DFB-Pokal-Finale gegen Eintracht Frankfurt (2:1) erlittenen Kreuzbandriss war ihm kaum anzumerken. Der 28-Jährige ist in dieser Hinsicht ein Phänomen, er lässt sich von gesundheitlichen Rückschlägen nicht aus der Bahn werfen und braucht bei seinen Comebacks keine lange Anlaufzeit, um sich in Form zu bringen.

Reus dauerhaft als „Zehner“?

Trainer Peter Stöger lobte Reus und kündigte an: „Die Zehner-Position ist ideal für ihn. Da kann Marco sich viele Räume suchen und in alle Richtungen Einfuss auf das Spiel nehmen. Wenn es die Möglichkeit gibt, ihn im Zentrum spielen zu lassen, dann mache ich das auch.“ Der BVB hat damit noch mehr Geschwindigkeit und Kreativität im Spiel, Reus ist eine Soforthilfe, die die Kader-Qualität sofort anhebt.

Blüht Schürrle weiter auf?

Blühen mit ihm zusammen auch andere Akteure auf? Vorstandschef Hans-Joachim Watzke kündigte Kader-Justierungen im Sommer an und erhöhte den Druck: „Die Spieler, die jetzt im Kader stehen, können uns zeigen, dass man in Zukunft unbedingt auf sie setzen muss. Jeder hat jetzt noch drei Monate Zeit, sich anzubieten.“ Andre Schürrle etwa scheint die klare Ansage verstanden zu haben und war in den vergangenen beiden Partien mit einem Tor und einer Vorlage an den sechs eingesammelten Punkten beteiligt. „Ich habe eine gute Form. Jetzt bekomme ich mehr und mehr das Vertrauen“, sagte der 27-Jährige, der sich nicht nur für eine Weiterbeschäftigung, sondern auch für die Weltmeisterschaft in Russland anbieten will.

Über Christopher Michel

Christopher Michel arbeitet hauptberuflich als Journalist und ist u.a. für die Sportabteilung des Hessischen Rundfunks tätig. Für fussball.news ist er insbesondere als Reporter vor Ort für Eintracht Frankfurt, Mainz 05 und die deutsche Nationalmannschaft zuständig. Er ist Autor eines Buches über Eintracht Frankfurt ("Launische Diva", riva-Verlag), das hier bestellt werden kann: https://bit.ly/2J6EynZ

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