Bundesliga

Vorschau Frankfurt – Leipzig: Rückkehrer bringen Kovac zum Strahlen

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München – Die letzten Saisonspiele sollen für die Frankfurter Eintracht zur positiven Vorbereitung auf das Pokalfinale gegen Borussia Dortmund werden. Bislang hat dies zwar nicht allzu gut funktioniert, doch vor der Partie des Tabellen-Elften gegen den Tabellen-Zweiten RB Leipzig (Samstag 15.30 Uhr) ist Trainer Niko Kovac voller Hoffnung, auch weil sich die Personalsituation entspannt.

Versöhnlicher Abschluss als Ziel

Drei Niederlagen in Folge, gegen Hoffenheim (0:1), Wolfsburg (0:2) und Mainz (2:4), die Ergebnisse in der Liga machen nicht wirklich Hoffnung auf ein erfolgreiches Pokalfinale aus Frankfurter Sicht, zumindest dann nicht, wenn von den Ergebnissen auf den tatsächlichen Zustand der Mannschaft am 27. Mai im Berliner Olympiastadion geschlossen wird. Dass dieses Großereignis längst in den Köpfen der Spieler angekommen ist, daran liegt kein Zweifel mehr: „Ich würde lügen, wenn dieses Endspiel nicht in unseren Köpfen wäre, wir spüren doch jeden Tag, wie sich die ganze Stadt darauf freut“, sagte etwa Linksverteidiger Bastian Oczipka in dieser Woche gegenüber der Frankfurter Neuen Presse. Dennoch sieht sich die Mannschaft in der Bringschuld und dies nicht nur in Bezug auf mögliche Mehreinnahmen in der Fernsehgeldtabelle durch eine bessere Platzierung: „Wir sind den Fans schuldig, uns gut zu präsentieren. Immerhin haben sie uns auch in der Phase voll unterstützt, als es nicht so gut lief“, wird Alexander Meier von sge4ever.de zitiert.

Meier und Vallejo vor Rückkehr

Der 34-Jährige ist einer der Gründe, warum im Stadtwald trotz der sportlichen Krise dennoch gute Stimmung vorherrscht, besonders am gestrigen Freitag: „Jesus (Vallejo, Anmerk. d. Red.) war heute dabei, seit gestern Alex Meier. Das macht wieder Spaß“, strahlte Trainer Niko Kovac auf der Pressekonferenz vor dem Spiel. Das Duo wird auf jeden Fall gegen Leipzig im Kader sein, ein Einsatz erscheint möglich, wie Kovac andeutete: „Jesus Vallejo und Alex Meier werden auf der Bank sitzen. Wir werden schauen, dass sie etwas Auslauf bekommen“, sagte er und machte Hoffnung auf einen weiteren Einsatz der beiden Schlüsselspieler: „Ich freue mich darüber, deshalb strahle ich heute ein bisschen mehr und bin sehr zuversichtlich auch für das Finale.“

Leipzig als Blaupause für den BVB?

Das Spiel gegen Leipzig, für das die Arena im Stadtwald noch einmal Waldstadion heißen wird, sieht der 45-Jährige gerade aufgrund der knappen Niederlage der Sachsen gegen Rekordmeister Bayern München als Härtetest an: „Wir wissen, dass RB außerordentlich gut ist – wer 4:5 gegen die Bayern verliert, diese aber lange dominiert, hat gezeigt, was er kann. Wir werden alles abrufen müssen, um der Offensivladung etwas entgegensetzen zu können.“ Auch deswegen ist eine große Rotation nicht zu erwarten, auch im Hinblick auf das Pokalfinale will Kovac seinen Spielern „den nötigen Rhythmus geben“. Trotz allem Fokus auf das letzte Saisonspiel ist also das Pokalfinale omnipräsent, auch weil Leipzig für Kovac „von der Grundidee, von den Prinzipien her gleich“ sei wie Final-Gegner. So hatte Kovac einen besonderen Wunsch an seine Spieler: „Ich wünsche mir das wir dort das umsetzen, was wir im Endspiel auch umsetzen wollen.“ Fehlen werden ihm dafür, abgesehen von den Langzeitverletzten, Marc Stendera der sich einen Außenmeniskusriss zuzog und nun lange ausfällt, sowie Ante Rebic, der nach seiner zehnten Gelben Karte gesperrt fehlt.


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Freude statt Frust

In Leipzig überwiegt die Freude über die gelungene Champions-League-Qualifikation gegenüber dem Frust über die unglückliche 4:5 Niederlage gegen den FC Bayern, wie Trainer Ralph Hasenhüttl auf der Pressekonferenz vor dem Spiel erklärte. „Die Niederlage gegen den FC Bayern München hat sich direkt nach dem Spiel natürlich nicht gut angefühlt, aber mit ein wenig Abstand ist es für mich doch nicht so schlimm. Wir haben eine Leistung gezeigt, die kaum einer von uns erwartet hätte und einen großen Schritt nach vorn gemacht“, sagte er über das Spiel, das für ihn „ein Höhepunkt der Saison“ war, auch wenn sein Team „keine Punkte mitgenommen“ habe.

Hinrundensieg als „Schlüsselspiel“

An den 3:0 Erfolg seiner Mannschaft am Ende der Hinrunde denkt der Österreicher gerne zurück: „Die Vorrundenpartie gegen Frankfurt war eins der Schlüsselspiele in der vergangenen Saison, weil wir mit einem überzeugenden Auftritt aus der Winterpause starten konnten.“ Einen ähnlich erfolgreichen Abschluss der Rückrunde peilt der 49-Jährige auch am heutigen Samstag an, weswegen mit einer großen Rotation wohl nicht zu rechnen sein wird: „Wir wollen das Spiel in Frankfurt mit einer Top-Formation bestreiten und uns mit einem Sieg bei unseren zahlreich mitreisenden Fans in die Sommerpause verabschieden. Klarerweise gab es einen leichten Spannungsabfall in dieser Woche – unser Ziel ist es trotzdem, ein ähnliches Spiel wie in der Vorwoche hinzulegen.“

Bekommen Ersatzspieler eine Chance?

Einige Änderungen sind allerdings trotzdem möglich, dies lässt sich zumindest daraus schließen, dass der Leipziger Trainer darauf verwies, dass die Startelf noch nicht feststehe und er in der „der Luxus-Situation“ sei, „im letzten Pflichtspiel etwas austesten zu können.“ Personelle Alternativen zu seiner Stammelf hätte Hasenhüttl dafür auf jeden Fall, fehlen im aktuellen Kader doch nur Innenverteidiger Willi Orban (Sprunggelenksprobleme) und Lukas Klostermann (Aufbautraining nach Kreuzbandriss).


Mögliche Aufstellungen:

Frankfurt:

Hradecky – Hector, Abraham, Oczipka – Varela, Chandler, Gacinovic, Tawatha-Hrgota, Fabian – Seferovic

Leipzig:

Gulacsi – Schmitz, Upamecano, Compper, Halstenberg – Demme, Keita – Sabitzer, Forsberg – Werner, Poulsen

Schiedsrichter: Dr. Felix Brych

Anpfiff: 15.30 Uhr

Redaktionstipp: 0:2

Über Stefan Katzenbach

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