Bundesliga

Russ über Erkrankung und Comeback zur Rückrunde

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München – Knapp vier Monate nach seiner Krebsdiagnose ist Marco Russ zurück im Kreise von Eintracht Frankfurt. Im Interview mit der Bild am Sonntag spricht er über seinen momentanen Zustand und ein wichtiges Hilfsmittel im Umgang mit der Krankheit. Außerdem verrät er seine Comebackpläne und sagt, dass ein Karriereende nie Thema für ihn war.

 

Langsam wieder Sport machen

Marco Russ ist ein offener und ehrlicher Mensch, das zeichnet den Innenverteidiger der Frankfurter Eintracht aus. Mitte Mai wurde bei ihm eine Tumorerkrankung diagnostiziert, nach einer Operation und zwei Chemotherapien ist der 31 -Jährige nun langsam wieder auf dem Weg der Besserung. Gegenüber der Welt am Sonntag zeigte sich der gebürtige Hanauer vorsichtig optimistisch, „seit zwei, drei Wochen“ habe er „keine großen Probleme“ mehr und könne „bereits ein wenig Sport machen.“
Dies würde er allerdings „ganz sachte“ tun, da er „das Programm noch nicht steigern“ könne, er „mache einfach etwas“, um seinen „Körper in Schwung zu bringen.“

Offener und humorvoller Umgang mit der Krankheit

Offen und ehrlich war der Abwehrmann auch gegenüber seinen Kindern, in Bezug auf die Krankheit: “Meine Frau und ich haben uns von Anfang an dazu entschieden, dass wir ihnen (den Kindern, Anmerkung d. Red.) gegenüber offen sind. Die Ärzte haben uns auch dazu geraten, kein Geheimnis daraus zu machen und eventuell etwas anderes zu erzählen“, führte er weiter aus. Ein weiterer wichtiger Faktor, neben der Offenheit, im Kampf gegen den Krebs sei der Humor gewesen: “Wir nehmen in unserem Leben viele Sachen mit Humor. Auch die Chemotherapie und alles, was damit zusammenhängt, haben wir versucht mit Humor zu nehmen.“ Dies habe „in den vergangenen Wochen sehr geholfen“, erklärte der 276-malige Bundesligaspieler gegenüber der Zeitung.

Freude über Zuspruch

Positive Energie zog Russ auch aus der Unterstützung, die ihm aus verschiedensten Richtungen zuteil wurde, er habe „unzählige tolle Nachrichten über die verschiedensten Kanäle“ erhalten: Es haben sich Leute von überall gemeldet, von Vereinen, bei denen man normalerweise annnimt, dass die mit der Eintracht nichts am Hut haben.“ Dies sei ein „tolles Gefühl“ gewesen, denkt der zweifache Familienvater gerne zurück.

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Comeback zur Rückrunde?

Freuen würde sich Russ auch über ein Comeback zur Rückrunde. Das Wintertrainingslager sei das große Ziel, um dann in der Rückrunde eine „Option für unseren Trainer und die Eintracht“ sein zu können. Allerdings gibt sich der 1,90 Meter große Mann auch vorsichtig ob dieses Ziels und will erstmal die Abschlussuntersuchung Ende Oktober abwarten. „Da wird der komplette Körper nochmal durchgecheckt. Wenn mir die Ärzte dann grünes Licht geben, will ich anfangen mit unseren Fitnesstrainern alles aufzuholen.“, meinte er.  Es werde sicher „einige Zeit brauchen und es wrd auch Rückschläge geben“, vermutet Russ. An ein Ende seiner Karriere habe er allerdings nie gedacht, sondern immer an ein Comeback, sagte er gegenüber der Zeitung: „Ich freue mich auf den Tag, an dem ich wieder auf dem Platz stehen und spielen kann.“

Über Stefan Katzenbach

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