Bundesliga

Saier: Deshalb ist die Suche nach Winterneuzugängen kompliziert

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Der SC Freiburg steht am Sonntag vor einem ganz wichtigen Spiel beim 1. FC Köln. Bei einer weiteren Niederlage könnte es noch ungemütlicher für die Breisgauer werden. Sportvorstand Jochen Saier denkt bereits einen Schritt weiter und hat das zweite Transferfenster im Blick. Doch für die Freiburger gestaltet sich die Suche nach neuem Personal äußerst kompliziert.

Der Standort Freiburg ist in der Bundesliga ein ganz spezieller. Beschaulich geht es zu im Schwarzwald, wo ein Trainer Christian Streich wohl nur dann gehen müsste, wenn die atmosphärische Stimmung zu stark belastet wäre. Ansonsten gilt: Weiterarbeiten, die Ruhe bewahren und sich nicht vom wöchentlichen Blick auf die Tabelle nervös machen lassen. Dabei steht ein eminent wichtiges Duell vor der Tür: Die Reise geht nach Köln. Es treffen die beiden schwächsten Offensivabteilungen (Köln 6/Freiburg 9) auf die unsichersten Defensivreihen (27/25) aufeinander. Bei einem Auswärtssieg wäre der Effzeh auf zwölf Zähler distanziert, sollte es eine Niederlage setzen, könnten die Rheinländer mit dann noch sechs Punkten Rückstand wieder neue Hoffnung schöpfen.

Saier bestätigt: Wintertransfers möglich

Unabhängig von den Ergebnissen der Englischen Woche schauen sich die Freiburger auf dem Transfermarkt um. „Wir beschäftigen uns damit“, bestätigte Saier im kicker. Die größte Problemzone ist die Offensive: Florian Niederlechner fällt wohl bis Saisonende aus, mit Nils Petersen befindet sich nur ein torgefährlicher Angreifer im Kader. Der Sportvorstand gab allerdings offen zu: „Es ist kompliziert.“

Deshalb ist die Suche so kompliziert

Das Anforderungsprofil in Freiburg ist ein ganz gezieltes: Der neue Mann soll bereits über Bundesligaerfahrung verfügen zudem die deutsche Sprache beherrschen. Eine lange Integration ist im Winter kaum möglich, die Pause ist – bedingt durch die im Sommer stattfindende WM – nur sehr kurz. „Viel Zeit haben wir nicht“, wusste auch Saier. Gesucht wird ausschließlich für den Sturm, mögliche Ergänzungen in Abwehr und Mittelfeld sind trotz diverser Verletzungen nicht geplant: „Das hat keine Priorität.“

Gibt es Verkäufe?

Auf der Seite der Verkäufe könnte es deutlich mehr Bewegung geben. Die Liste der Akteure, die mit ihrem Status nicht zufrieden sind, ist lang: Onur Bulut, Aleksandar Ignjovski, Jonas Meffert und möglicherweise auch Caleb Stanko könnten den Klub verlassen – komplett oder auf Leihbasis. Sie spielen unter Streich aktuell keine große Rolle mehr.

Über Christopher Michel

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