Bundesliga

Salihamidzic: Deshalb hat der FC Bayern Niko Kovac geholt

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Der Wechsel von Eintracht-Trainer Niko Kovac zum FC Bayern München trägt auch die Handschrift von Sportdirektor Hasan Salihamidzic. Er und der Kroate spielten bereits von 2001 bis 2003 zusammen beim deutschen Rekordmeister. Der Bosnier begründet, weshalb er den auf internationaler Bühne noch unerfahrenen Coach verpflichtet hat.

„Niko ist eine Persönlichkeit und hat als Trainer der kroatischen Nationalmannschaft schon internationale Erfahrung gesammelt“, erklärte Salihamidzic gegenüber Sport1. In Sachen Europa- oder Champions League-Spielen steht allerdings noch die null. Der Sportdirektor sieht darin keine Probleme und zeigt sich überzeugt: „Ich bin mir sicher, dass er clever genug ist und mit der Mannschaft vertrauensvoll und erfolgreich arbeiten wird. Und wir alle im Verein werden ihn mit aller Kraft unterstützen.“

Kovac habe die „DNA des Klubs“

Salihamidzic zeigt sich zu „100 Prozent“ überzeugt von seinem Freund Niko Kovac. Er kenne „unseren Klub, unsere Strukturen und die DNA des Klubs. Er ist sehr fleißig, akribisch, innovativ und modern. Deswegen sind wir alle sicher, dass wir die richtige Entscheidung getroffen haben.“ Salihamidzic verteidigte dabei die Vorgehensweise der Bayern und sagte in Richtung Sportvorstand Fredi Bobic, der harte Kritik übte: „Ich kann natürlich verstehen, dass er verärgert ist, dass er so einen Supertrainer an uns verliert. Trotzdem finde ich die Wortwahl unangemessen, weil wir uns vollkommen korrekt verhalten.“

Salihamidzic weist die Vorwürfe von Bobic zurück

Der Champions League-Sieger von 2001 wurde konkret: „Ich habe mich mit Niko abgesprochen, er wollte das Fredi Bobic und Bruno Hübner als Erster sagen. Wir konnten natürlich nicht wissen, dass es an dem Abend noch rauskommt. Deshalb haben wir überhaupt keine Schuld.“  Salihamidzic führte weiter aus: „So hat Frankfurt vier Wochen mehr, um sich auch nach einem Trainer umzuschauen. Das ist sehr professionell, deswegen kann ich die Vorwürfe nicht verstehen. Aber seine Enttäuschung verstehe ich natürlich.“

Über Christopher Michel

Christopher Michel arbeitet hauptberuflich als Journalist und ist u.a. für die Sportabteilung des Hessischen Rundfunks tätig. Für fussball.news ist er insbesondere als Reporter vor Ort für Eintracht Frankfurt, Mainz 05 und die deutsche Nationalmannschaft zuständig. Er ist Autor eines Buches über Eintracht Frankfurt ("Launische Diva", riva-Verlag), das hier bestellt werden kann: https://bit.ly/2J6EynZ

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