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Salihovic: Vermisse Deutschland

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München – Jahrelang war Sejad Salihovic das Gesicht der TSG Hoffenheim. Vor der Saison wechselte er aber nach China. Mit der Süddeutschen Zeitung sprach er über den chinesischen Fußball, Geld und seine Sehnsucht nach der Bundesliga.

Mit Hoffenheim von der dritten in die erste Liga

Von der dritten in die erste Liga, Herbstmeister, Fastabstieg – Sejad Salihovic hat mit der TSG Hoffenheim alle Höhen und Tiefen mitgemacht. Doch in der vergangenen Saison kam der Linksfuß nur noch selten zum Einsatz, sein Vertrag bei den Kraichgauern wurde nicht verlängert. Der 31-Jährige ging nach China und spielt dort in der zweiten Liga bei Beijing Renhe. „Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass ich das nicht wegen des Geldes mache“, erklärte Salihovic im Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung. 

„Will nur Fußball spielen“

Dass er in China regelmäßig auf dem Platz stehen kann, war für ihn ein weiteres Argument. „Ich will eigentlich nur Fußball spielen“, sagte der Bosnier. Sportlich bedeutete der Wechsel für ihn aber einen Abstieg. „Das Niveau hier kann man nicht mit der Bundesliga vergleichen“, sagte Salihovic. Er hofft darauf, dass das Niveau etwas besser wird, wenn nun mehr Spieler aus dem Ausland kommen.In China wurden in der Winterpause über 300 Millionen in neue Akteure investiert. „Bis China aber das europäische Niveau erreicht, werden noch Jahre vergehen“, glaubt Salihovic.

Sehnsucht nach Deutschland

Der Mittelfeldspieler fühlt sich in China wohl, sagt aber auch: „Ich vermisse Deutschland.“ Seine Familie lebt immer noch hier. Er habe davon geträumt seine Karriere in der Bundesliga bei der TSG, für die er seit 2006 spielte, beenden zu können. Seinen Vertrag in China, der noch zwei Jahre läuft, will er aber auf alle Fälle erfüllen.

Über Carsten Ruge

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