Borussia Dortmund

Schmelzer nimmt BVB-Profis in die Pflicht und stärkt Bosz den Rücken

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Wer ist der Hauptschuldige an der Krise von Borussia Dortmund? Kapitän Marcel Schmelzer nimmt dazu klar Stellung. Der Linksverteidiger stellt sich hinter Trainer Bosz und fordert die Mannschaft auf, den Schalter wieder umzulegen.

„Ja, absolut“, legte sich Schmelzer im Gespräch mit dem kicker bei seiner Antwort auf die Frage, ob Bosz noch der richtige Trainer sei, eindeutig fest. Der 29-Jährige, der mit dem Klub in der Saison 2014/15 unter Ex-Coach Jürgen Klopp eine deutlich schwierigere Situation mit zwischenzeitlichem Absturz auf Rang 18 miterlebte, nimmt das Team in die Pflicht. Er forderte unumwunden: „Wir Spielern sollten uns nicht hinter der aufgeregten System- oder Taktik-Diskussion verstecken, die in der Öffentlichkeit geführt wird. Wir sind immer genügend Spieler auf dem Platz, die es richten sollten. In dieser Situation sind wir gefragt, endlich wieder Leistung zu bringen.“

Schmelzer will sich nicht hinter öffentlichen Diskussionen verstecken

Nach starkem Start hat der BVB Stück für Stück den Faden verloren. Vorne wurden beste Möglichkeiten ausgelassen und hinten patzte die Defensive regelmäßig. Zwölf Gegentreffer in den vergangenen vier Bundesligapartien haben das anfangs aufgebaute Selbstvertrauen vollständig verschwinden lassen. Vor allem die 2:4-Niederlage am 10. Spieltag bei Hannover 96 versetzte den Klub in einen Schockzustand. „Es liegt nicht am System, sondern daran, wie wir auftreten. So wie vor zwei Wochen in Hannover kann man kein Spiel gewinnen. Damit sollte jetzt Schluss sein“, legte Schmelzer den Finger in die Wunde.

Kapitän stützt Aubameyang

Tatsächlich gingen zu viele wichtige Zweikämpfe verloren, zudem zeigte das Team grobe Mängel bei der Arbeit gegen den Ball und dem Umschaltverhalten in beide Richtungen. Und ganz vorne? Da befindet sich Topstürmer Pierre-Emerick Aubameyang nach zehn Treffern in den ersten acht Partien inzwischen in einem Formloch. Schmelzer wollte ihm allerdings keinen Vorwurf machen: „Jeder Stürmer erlebt im Verlauf der Saison mal so eine Durststrecke. Es ist sein großes Ziel, am Freitag gegen Stuttgart wieder zu treffen.“ Bei den Schwaben gehe es nun darum, den Worten Taten folgen zu lassen und Bosz so „etwas zurückzugeben.“

Über Christopher Michel

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