EM 2016

Mehmet Scholl greift DFB-Chefscout Siegenthaler an

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München – TV-Experte Mehmet Scholl hat den Chefscout der deutschen Mannschaft nach dem Sieg gegen Italien scharf angegriffen. Grund war die taktische Ausrichtung des Teams.

Nach dem dramatischen Sieg im Elfmeterschießen gegen Italien war die Freude beim ARD-Duo Matthias Opdenhövel und Mehmet Scholl zunächst groß. Doch der Ex-Nationalspieler fand nach wenigen Minuten deutliche Worte für die veränderte taktische Ausrichtung der DFB-Elf. Ziel seiner Attacke: Chefscout Urs Siegenthaler.

[inline-ad] „Der Herr Siegenthaler möge bitte seinen Job machen, morgens liegen bleiben, die anderen zum Training gehen lassen und nicht mit irgendwelchen Ideen kommen“, sagte Scholl und fügte hinzu:  „Ich weiß nicht, ob es nur Siegenthaler ist, aber Jogi Löw wacht nicht nachts auf und sagt: ‚Dreierkette, Dreierkette, Dreierkette‘. Das hätte man heute auch anders lösen können.“

Der Mannschaft vertrauen

Den Europameister von 1996 störte es, dass sich das deutsche Team am Gegner ausgerichtet und auf eine Dreiherkette umgestellt hatte, anstatt dem bisherigen 4-2-3-1-System zu vertrauen. Scholl weiter: „Warum bringt man eine Mannschaft, die so funktioniert, in so eine Situation? 2008: angepasst und gegen Spanien verloren. 2010: angepasst an die Spanier – rausgeflogen. 2012 angepasst an die Italiener – rausgeflogen. Und jetzt kommt der Clou: 2014 hat Löw der Mannschaft vertraut und ab dem Viertelfinale mit der gleichen Aufstellung gespielt. So gewinnt man Titel!

Über Carsten Ruge

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