Bundesliga

Schuster: Für den Kopf eine „furchtbare Niederlage“

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Nach dem Montagabendspiel zwischen Mainz 05 und dem SC Freiburg (2:0) gab es nur ein Gesprächsthema. Der kuriose Elfmeter für die Gastgeber, den Schiedsrichter Guido Winkmann auf Hinweis des Videoassistenten gab, als sich die Breisgauer bereits in der Halbzeit befanden, sorgte für mächtigen Wirbel. Julian Schuster gab beim Radiosender Baden.fm zu Protokoll, wie schwer sich die Mannschaft mit den Ereignissen tat.

„Furchtbare Niederlage“, zog der Kapitän ein knappes Fazit. „Die Art und Weise wie es zustande gekommen ist für uns natürlich mehr als ärgerlich. So in die Halbzeit zu gehen ist natürlich wahnsinnig bitter, und auch für den Kopf nicht ganz einfach. Das hat man dann auch gemerkt.“ Freiburg habe in der zweiten Hälfte auch aufgrund der mentalen Belastung die Struktur gefehlt, das Ruder herumzureißen. Nach einem Fehler von Torhüter Alexander Schwolow besiegelte Pablo de Blasis in der 78. Minute den Endstand. „Mit so zwei Toren die Punkte liegen zu lassen tut wahnsinnig weh“, so Schuster.

Halbzeitpause

„Wir waren schon in der Kabine, der ein oder andere hatte sich sogar schon das Trikot ausgezogen“, sagte der 33-Jährige. „Alle waren überrascht, dass man auf einmal wieder raus musste.“ Auch wenn es regeltechnisch wohl die korrekte Entscheidung gewesen sei, fand er „unglaublich“, dass es ausgerechnet seinen Verein getroffen habe. Freiburg hadert in dieser Saison immer wieder mit Entscheidungen von Schiedsrichtern, insbesondere, wenn diese mit Hilfe des Videoassistenten zustande kamen.

Keine Ausrede

Allerdings gab Schuster zu, dass sein Team nicht ausschließlich wegen des Elfmeters verloren habe. „Wir haben es nicht geschafft, die zweiten Bälle im Mittelfeld zu gewinnen, es gab unglaublich viele lange Bälle. Da war Mainz strukturierter, sie haben viel mehr Bälle gewonnen.“ Der eigenen Mannschaft seien dadurch Offensiv-Aktionen schwer gefallen. Eigentlich sei Freiburg darauf gut eingestellt gewesen, habe es aber versäumt, den Plan umzusetzen.

Hoffnung

Mit der Niederlage verpasste Freiburg es, Mainz auf Abstand zu halten, rutschte selbst auf den Relegationsplatz. Mut macht Schuster die Einstellung seiner Mannschaft. „Es sind sich Alle der Situation bewusst, wir wissen, welche Aufgabe wir haben. Da verändert sich durch das heutige Spiel nichts.“ In den vier letzten Spielen der Hinrunde gelangen immerhin acht Punkte. Auch wenn in der Zwischenzeit viel passiert sei, könne Freiburg daraus Kraft ziehen. „Wir wissen was wir können, und dass nicht arg viel fehlt, um den Bock wieder umzustoßen“, so Schuster.

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