2. Bundesliga

Schuster will keine Rechenspiele für den Klassenerhalt

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Der Trend beim SV Darmstadt 98 zeigt nach fünf Punkten aus den letzten drei Spielen aufwärts. Gegen Düsseldorf (1:0), Nürnberg (1:1) und Kiel (0:0) bewiesen die Lilien, dass sie auch mit Topteams mithalten können. Am 30. Spieltag (Sonntag 13.30) braucht der Tabellensiebzehnte gegen den Tabellenzwölften Braunschweig dennoch einen Sieg, um weiter Chancen auf den direkten Klassenerhalt zu haben. Für Trainer Dirk Schuster verbietet sich aber dabei zu viel Rechnerei. Die Vorschau von fussball.news

In der zweiten Liga liegen derzeit sechs Punkte zwischen Platz neun und Platz sechzehn, die Teams sind leistungstechnisch extrem nah beieinander, ein Tabellenmittelfeld existiert praktisch nicht. „In dieser Liga gibt es keine höherkarätigen Gegner oder Teams, die schwächer anzusehen sind“, sagte Darmstadts Trainer Dirk Schuster auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Braunschweig. Seine Mannschaft bewies in den letzten drei Spielen eindrucksvoll wie treffend die Aussage des 50-Jährigen ist, die Lilien zeigten sich fußballerisch und zweikampftechnisch enorm verbessert, bewiesen, dass sie den Abstiegskampf angenommen haben. Dies wird auch zuhause gegen Braunschweig gefordert sein, sieht Schuster die Eintracht doch deutlich besser als es ihr Tabellenplatz aussagt: „Sie hatten vor der Saison sicherlich andere Ziele, als den Kampf um den Klassenerhalt zu bestreiten. Sie haben eine sehr gefährliche Mannschaft und werden alles daransetzen, um hier etwas mitzunehmen.“ Um dies zu verhindern will Darmstadt „aus einer gut organisierten Defensivarbeit mutig nach vorne spielen“, allerdings ohne Braunschweig „ins offene Messer zu laufen“, verfügten die Gäste doch über viel „Tempo in der Offensive.

„Sind alleine dafür verantwortlich wie die Runde zu Ende geht“

Sollte Darmstadt die Braunschweiger besiegen, dann stünde am Sonntag vielleicht Platz sechzehn zu Buche, mit 35 Punkten. Solche Überlegungen weist Schuster allerdings weit von sich: „Wir sind allein dafür verantwortlich, wie die Runde zu Ende geht, und wir müssen alles tun, damit wir ein positives Ende herbeiführen“, lehnte er sämtliche Spekulationen über etwaige Tabellenkonstellationen ab. Dabei helfen, das das Tabellenbild aus Darmstädter Sicht wieder etwas positive wird am Sonntag, das könnte Felix Platte. Der Stürmer konnte in dieser Woche nach seinem Muskelbündelriss wieder komplett mit der Mannschaft trainieren und steht vor der Rückkehr in den Kader. Fehlen werden der gelbgesperrte Marvin Mehlem, sowie Peter Niemeyer. Fraglich sind Yannick Stark, Jan Rosenthal und Sandro Sirigu.

Warnung vor Kempe und Ji

Braunschweigs Trainer Torsten Lieberknecht erwartet in Darmstadt ein „heißes und hitziges Spiel“. Darauf sieht er seine Mannschaft allerdings gut vorbereitet, habe er seiner Mannschaft doch „ein paar Muster aufgezeigt, den Gegner offensiv zu bespielen“, sowie einen klaren Plan mitgegeben, was passiert, wenn Darmstadt den Ball hat.“ Eine schwere Aufgabe erwartet der 44-Jährige auch deswegen, weil die Hessen seit sechs Spielen ungeschlagen sind und „mit Spielern wie Ji und Kempe Jungs, die richtig kicken können“ in der Mannschaft hätten. Fehlen werden in Darmstadt Christoffer Nyman und wohl auch Gustav Valsvik, fraglich sind Steve Breitkreuz, Salim Khelifi und Julius Biada. Das Trio ist zwar zwieder im Mannschaftstraining, ein Einsatz könnte aber noch zu früh kommen.

Über Stefan Katzenbach

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