2. Bundesliga

Grillen und Kühe melken: Die ungewöhnlichen Methoden von FCN-Coach Schwartz

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München – Spannung herrscht beim 1. FC Nürnberg kurz vor dem Saisonstart in gut einer Woche. Kann der neue Trainer Alois Schwartz den Club unter den Top-Teams der Liga halten?

„Die Liga wird sehr eng“

„Wir müssen geduldig sein. Aber wir wollen alles raushauen, um trotzdem erfolgreich zu sein. Acht Vereine werden um den Aufstieg spielen, der Rest gegen den Abstieg“, sagte Nürnberg-Trainer Alois Schwartz der Sport Bild und ergänzte: „Die Liga wird richtig eng, da muss man sehr viel richtig machen, um zu den acht Vereinen vorne zu gehören.“ Der 49 Jahre alte Club-Coach führte aus: „Ich werde immer versuchen, dass wir als Einheit auftreten, kompakt und schnell nach vorne umschalten. Die meisten Tore fallen durch schnelles Umschalten nach vorne, wenn der Gegner unorganisiert ist – oder durch Standards. Dazu müssen wir richtig verteidigen und schnell in die Spitze spielen.“

Neue Welt in Nürnberg

Zuvor trainierte Schwartz drei Spielzeiten lang den SV Sandhausen. „In Sandhausen hatte ich die kleinste
Trainerkabine der zweiten Liga“, stellte er einen Vergleich an und sagte: „Rund zehn Quadratmeter mit vier Leuten und Laptop. Jetzt habe ich wahrscheinlich eine der größten. Es kamen mehr als 1000 Zuschauer zum ersten Training und sogar Fans und mehr als ein Journalist mit ins Trainingslager.“

„Habe keine Spielchen gespielt“

Zu seinem eher kurzfristigen Abgang aus Sandhausen kurz vor dem Start der Vorbereitung auf die Saison meinte Schwartz: „Es war klar kommuniziert und abgesprochen, dass mir der Verein bei einer adäquaten Anfrage keine Steine in den Weg legt. Das ist dann zeitlich leider nicht so gelaufen wie erwartet. Der späte Zeitpunkt war nicht optimal – aber ich habe den Verein sofort und jederzeit über alles informiert. Ich habe keine Spielchen, sondern immer mit offenen Karten gespielt.“

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Verrückte Trainingsmethoden

Sich selbst bezeichnete Schwartz als Disziplinfanatiker, der sich auch gerne mal was Verrücktes einfallen lässt. „Nach einer Niederlage habe ich die Mannschaft mal in die Schranken gewiesen und gesagt, dass wir jetzt im Wald das nachholen, was sie im Spiel zu wenig gelaufen ist. Dann sind wir um die Ecke gebogen und auf einen Grillstand und ein Fass Bier getroffen, die ich hatte aufbauen lassen. Auch solche Maßnahmen können einen positiven Effekt haben“, sagte Schwartz. Doch es ging noch Ausgefallener. „In Sandhausen haben wir mal eine Schnitzeljagd gemacht. Der Verlierer musste, natürlich unter Aufsicht des Landwirts, eine Kuh melken und einen Liter Milch herausbekommen. Das hat geklappt und war ein Riesen-Spaß. Das kam sehr gut an“, erinnerte sich Schwartz.

 

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