Bundesliga

Schwarz lobt gierige Mannschaft

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Aus der Mainzer Opel-Arena für fussball.news berichtet Christopher Michel

Locker, gelassen und trotzdem mit einem Schuss Vorfreude. Torhüter Rene Adler lässt sich vor dem Duell zwischen dem FSV Mainz 05 und seinem Ex-Klub Hamburger SV nicht anmerken, wie groß die Anspannung ist. „Vor Verhalten und der Trainingsleistung her sehe ich bei ihm keine Veränderung. Er ist Profi genug und fokussiert sich dann darauf, was wichtig ist, wenn der Schiedsrichter anpfeift“, referierte Trainer Sandro Schwarz auf Nachfrage von fussball.news vor den Pressevertretern.

Adler als Star der Mainz-Mannschaft vor besonderem Duell

Adler ist voll angekommen in seiner neuen Heimat am Rhein. Der 32-Jährige hat sofort die ihm angedachte Führungsposition eingenommen und dem Klub zu neuem Glanz verholfen. Der kicker-Torhüter des Jahres 2008 und zwölffache Nationalspieler – wenn auch heutzutage außer Dienst – ist der Star der Mannschaft, wobei er dies nicht raushängen lässt. Adler packt auch mal nach dem Training mit an, wenn Hütchen eingesammelt werden oder motiviert die Kollegen beim lockeren Cool-down nach der Übungseinheit mitzulaufen.

Schwarz angetan von seinem gierigen Team

Er ist allerdings auch für klare Worte bekannt und sagte zuletzt, dass Mainz auch drei Punkte mehr auf dem Konto haben könnte. Schwarz zeigte sich von dieser Ansage angetan und lobte seine gierige Mannschaft: „Erstmal finde ich es gut, wenn alle das Gefühl haben, dass wir mehr Punkte haben könnten und nicht das Gefühl haben: ‚Boah, die sieben Punkte haben wir mit Glück errungen‘.“ Doch was fehlt den 05ern, um den nächsten Schritt gehen zu können? Adler sprach von der nötigen Konsequenz, sein Trainer führte näher aus: „Es geht dabei um Laufwege in die Box rein, den letzten Pass erzwingen und den nötigen Druck auf das gegnerische Tor ausüben – das ist mir der letzten Konsequenz gemeint. Wir haben das bislang immer gut gemacht, aber da gibt es weiter Entwicklungspotential.“

Schröder von der engen Liga nicht überrascht

Das Spiel selbst gestalten, ins letzte Drittel kommen und sich Chancen herausspielen: In der engen Bundesliga scheitern viele Teams an dieser Aufgabe. Die Tabelle gestaltet sich dementsprechend eng. Zwischen dem Zweiten FC Bayern München und Relegationsplatz 16, bekleidet vom HSV, liegen sieben Zähler – eine Punktzahl, die von fünf Mannschaften erreicht wurde. „Das was wir jetzt haben ist ein Spiegelbild der gesamten Bundesliga und das wird bis zum Schluss so bleiben“, prognostizierte Manager Rouven Schröder. Die Mainzer selbst wüssten worauf es in dieser Situation ankomme und der Blick nicht jede Woche auf das Tableau gerichtet werden dürfe. „Wir können uns da sehr gut einschätzen.“

Duell auf Augenhöhe gegen HSV

Im Duell gegen die Hanseaten gibt es dennoch die Möglichkeit, mit einem Sieg einen wichtigen Schritt nach vorne zu gehen. Vor heimischen Publikum, rund 30.000 Fans – darunter knapp 3.000 aus Hamburg – werden erwartet, soll die aktuell gute Bilanz weiter ausgebaut werden. Sieben Zähler sammelte das Team in den vergangenen fünf Partien, der Gegner aus dem hohen Norden nur einen in diesem Zeitraum. „Wir brauchen eine konstante Phase, um uns abzusetzen“, forderte Schröder und merkte noch an: „Aber es wird bei jeder Mannschaft immer wieder Höhen und Tiefen geben.“

 

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