Bundesliga

Schweinsteiger oder ein Niederländer: Wer wird der neue Sechser auf Schalke?

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München – Seit Wochen machen Manager Christian Heidel und Trainer Markus Weinzierl keinen Hehl daraus, noch im Mittelfeld auf der „Sechser“-Position einen neuen Spieler verpflichten zu wollen, der Erfahrung und Führungsqualitäten mitbringt. Die Frage ist nur: Wo kann man so jemand noch finden, der zu Schalke passt? fussball.news versetzt sich in die Lage von Heidel und Weinzierl hinein.

Konkurrenz enteilt Schalke auf der Jagd nach einem Sechser

Markus Weinzierl war noch nicht mal offiziell als Schalke-Trainer im Amt, da waren quasi schon alle Star-Spieler auf der Sechs weg: Sebastian Rode wechselte von Bayern München zu Borussia Dortmund, Julian Baumgartlinger von Mainz nach Leverkusen, Christoph Kramer von Leverkusen nach Gladbach. Die vier Teams, die vor Schalke in der Saisonabschluss-Tabelle lagen, haben ihre Hausaufgaben bereits erledigt. Schalke kann in der Bundesliga also nur von einem nachrangigen Konkurrenten einen Sechser holen – und wer soll die Ansprüche des Klubs erfüllen?

Gerhardt landet in Wolfsburg

Höchstens ein Luiz Gustavo aus Wolfsburg käme infrage, den zieht es aber offenbar nach China. Und noch ein Deal mit Wolfsburg, das bereits über den Transfer von Verteidiger Naldo verärgert ist, dürfte wohl nur schwer machbar sein. Ansonsten gibt es für Schalke in der Bundesliga eigentlich keinen geeigneten Sechser, zumal auch Köln-Talent Yannick Gerhardt in Wolfsburg nun spielt und Schalke ohnehin einen Routinier haben will.

Sane eine Alternative

Eine Ausweichoption könnte das Umfunktionieren eines Defensivspielers sein. So wurde bekannt, dass Schalke an Hannover-Verteidiger Salif Sane Interesse habe, der durchaus für die Sechs infrage kommt. Doch angeblich soll Köln in der Pole-Position für den Transfer stehen. Dass Weinzierl einen Schützling von Ex-Klub Augsburg holt, dürfte auch unwahrscheinlich sein, nachdem es zuletzt sehr viel Stress mit Manager Stefan Reuter gegeben hatte.

Deutsche Legionäre – Schweinsteiger als Option?

Bleiben zunächst mal deutsche Profis im Ausland – und da gibt es im Grunde nur einen Spieler, der für Schalke infrage kommt: Bastian Schweinsteiger. Der Kapitän der Nationalmannschaft braucht ein Umfeld mit Vertrauen. Bei Manchester United dürfte er es nach der Entlassung von Louis van Gaal noch schwerer haben, sich ins Team zu spielen. Zwar hieß es zuletzt, der neue Trainer Jose Mourinho gebe jedem Spieler eine Chance, im Falle Schweinsteiger dürfte das aber nur kurzzeitig gelten, bis Mourinho seine Star-Transfers im Mittelfeld wie den Franzosen Paul Pogba abgewickelt hat.

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Fake-Account meldete Schweinsteiger-Transfer

Schon vor einigen Wochen tauchte über einen Fake-Account die Meldung auf, Schweinsteiger würde nach Gelsenkirchen kommen, der Deal solle nach der EM über die Bühne gehen. Es konnten zwar keine Indizien gefunden werden, die diese Meldung bestätigten. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Andererseits will Schalke den Sechser so schnell wie möglich verpflichten und die Verletzungsanfälligkeit des DFB-Kapitäns dürfte sicher auch Zweifel aufkommen lassen beim neuen S04-Führungsduo, ob Schweinsteiger der Richtige ist.

Gute Erfahrung mit Spielern aus BeNeLux-Ländern

Da hilft es, dass Schalke und Weinzierl eine weitere Gemeinsamkeit besitzen: Sie haben sehr gute Erfahrungen mit Spielern aus den BeNeLux-Ländern gemacht. Weinzierl setzte Paul Verhaegh als Kapitän in Augsburg ein, der Niederländer stieg zum Nationalspieler auf. Die Schalker Liste an großen Spielern aus den Nachbarländern Belgien (Wilmots) und Niederlande (Mulder) ist lang. Warum also nicht zum Wiederholungstäter werden, zumal es mit der sprachlichen Integration meist keine Probleme gibt. Dennoch dürfte klar sein: Die Suche nach einem geeigneten Sechser ist für Schalke sehr schwierig, die Konkurrenz um die Champions-League-Plätze liegt voraus. Im Grunde können Weinzierl und Heidel nur mit einem großen Coup die Erwartungen erfüllen – oder nochmal ein halbes Jahr bis zum nächsten Transferfenster abwarten.

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1 Kommentar

  1. Jens

    1. Juli 2016 um 11:36

    Den Namen eines Eurofighters falsch zu schreiben, ist vergleichbar zu einem Schalke 05-Versprecher…

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